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Kälte 1: Winter 2023: Bist du bereit?

Updated: Nov 6, 2023

Wir sind Kälte mehr gewohnt als uns allen lieb ist. Wir suchen die Sonne, die Wärme und die Entspannung, doch vergessen wir dass es Zeiten auf der Erde gab, zu denen es bitter kalt war und das ziemlich lange. Das Leben musste dennoch weiter gehen. Der Mensch musste sich wie auch die Tiere und unsere Vorfahren zuvor daran anpassen.


Dran bleiben, nach ein paar Infos zur Kälte auf der Erde kommt der Bezug zu uns Menschen und deiner Gesundheit am Ende des Artikels.


Das Klima schwankte sehr über die letzten Millionen von Jahre. Man spricht von Zyklen, welche uns heute auch gerne als Klimawandel verkauft werden, um irgendwelche Projekte zu finanzieren. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Klimaschwankungen und vor allem auch die Kälte uns zu dem machten was wir heute sind. Die Verbindung zur Gehirnentwicklung werde ich noch genau darstellen. Hierzu auch gerne noch mal diesen Blog zur Entwicklung (und hier) lesen. Fakt ist, dass sich unser Gehirn ohne diese Kältezeiten nicht so entwickelt hätte!



Eiszeit: Ein paar Infos

Was versteht sich unter einer Eiszeit? Als Eiszeit wird häufig eine Kaltzeit betrachtet, allerdings versteht sich unter dem Begriff Eiszeit mehr. Auch Klimawechsel mit Warmzeiten fallen unter diesen Begriff. Das känozoische Eiszeitalter begann vor 30 Millionen Jahren und hält bis heute an. Die derzeitige Eiszeit besteht aus mehreren Kälteperioden und kurzen Warmperioden. Derzeit befinden wir in einer Warmperiode der Eiszeit. Ein Kältezyklus hält ca. 100.000 Jahre und ist an die Exzentrizität gekoppelt. Durch diese Warm und Kälteperioden können wir von einer Fruchtbarkeit sprechen.


Die Jäger und Sammler lebten in einer Kaltzeit hier in Europa. Der Bodensee war vor 115.000 bis vor 11.600 Jahren völlig vereist. Es gab nur wenig Bäume und grünes Leben. Das Klima war kalt, es herrschte eine Kältesteppe bzw. Tundra.

Hier lebten Höhlenbären, Rentiere, Mammuts und auch Menschen. Das spannenden an Tundren ist, dass es trocken und feucht im Wechsel sein kann und daher ein fruchtbarere Boden. Das ist die Magie des Wassers und der Sonne, die das Land fruchtbar macht.


Europa als dicht bewaldetet vorzustellen ist nicht richtig. (Mietje Germonpré)

Während der Wärmezeit glich Europa einer Savanne. Europa war hier sehr artenreich und vielfältig. Die Nahrung war hier nicht knapp, schwankte allerdings stark saisonal. Noch vor 10.000 Jahren war Sibirien mit Alaska verbunden (Beringstraße). Die Kälte hielt das Wasser in Eisform, sodass der Meeresspeigel deutlich niedriger war. Mammuts andere Tiere und auch der Mensch konnten sich so einfach interkontinental ausbreiten.

Gerade Mammuts und andere Weidetiere transportierten so Bakterien von A nach B. Ihr Dung ermöglichte selbst in kalten Regionen Vegetation. Man könnte fast behaupten, die Pflanzenfresser stellten ihre eigene Pflanzen her und verbreiteten sich so. Gepaart mit den Wärmezeiten waren bestimmte Gebiete wie auch Europa so nach einer Kälteperiode sehr fruchtbar, da feucht.

Die Tiere und auch der Mensch wirken auf das Ökosystem ein. (Bocherens)


Knüpfen wir hier an die Steinzeit-Paleo-Ernährung an!

Der Mensch pilgerte für eine lange Zeit diesen Herdentieren nach. Zum einen waren Sie eine sichere Nahrungsquelle und zum andern wussten diese Tiere instinktiv wo sie hin mussten. Mit obigem wissen sorgten sie sogar für ihr eigene Nahrung, wenn auch evtl. erst zur nächsten Pilgersaison.

Erst als der Mensch sesshaft wurde, musste der Mensch sein Handwerk ausüben. Er musste überlegen und anfangen die Umwelt zu kontrollieren. In anderen Worten musste er das machen was die Weidekühe zuvor machten, nämlich Ackerbau bzw. für einen fruchtbaren Boden sorgen. Die Pflanzenfresser zogen weiter und der Mensch blieb hungernd zurück! Der Neandertaler scheint hier nicht effizient genug gewesen zu sein und starb deshalb aus. Wir werden auch dieses Thema noch behandeln.

Warum fasziniert mich das Thema Eiszeit überhaupt? Ist es nicht mehr als interessant darüber zu lernen wie die Biologie es gemeistert hat unter solchen Bedingungen zu überleben?



Survival? How?

Die Frage ist wie kann unter solchen klimatischen Gegebenheiten überlebt werden?

Ein wichtiger Faktor ist hier das Fett! Der Mensch hat es geschafft an verschiedenen Orte dieser Erde zu überleben und diese zu besiedeln. Klar ist, dass sie nur essen konnten was es dort gab. In anderen Worten konnte nichts importiert werden. Ich denke hier an die Banane in Deutschland, welche wir im Winter genießen. Ein Problem!


Zu dem waren klimatische Veränderungen während der letzten 800.000 Jahren Standard. Hier ist das Thema metabolische Flexibilität wichtig zu verstehen. Bitte hier noch mal nachlesen. Im Grunde geht es darum, dass wir unseren Energiestoffwechsel an die klimatischen Gegebenheiten anpassen. Um zu überleben müssen wir uns anpassen. Gerade in diese Eiszeit und den häufigen Kalt- und Warmzyklen ist dieses Thema zentral zu verstehen. Wir Menschen haben damit immer ein Problem, denn wir suchen nach einem Gleichgewicht. Wir glauben es gibt das eine Richtige, die eine Stabilität, die eine Balance. Die Natur allerdings strebt kein Gleichgewicht an. Die Natur braucht Unordnung. Es ist quasi ein Naturgesetz (Thermodynamik), welches wir auch aus der östlichen Mythologie Krishna oder bei den Griechen Perses kennen. Die Natur braucht Chaos.


Viele Liebhaber von Kohlenhydraten vergessen, dass es Zeiten gab an denen es wenig bis keine Kohlenhydrate gab. Lustigerweise scheint genau in diesen Zeiten dass Gehirn maximal gewachsen zu sein! Ist es nicht das Gehirn, welches den Homo sapiens auszeichnet? In dieser Blogreihe möchte ich dir dies genau klar machen, wie Kälte uns beeinflusst hat. Die Umwelt war und ist der Motor der Evolution. Diesen Satz vollständig zu begreifen ist gar nicht einfach! Ohne Eiszeiten und Veränderungen der Umwelt hätte es nie einen Menschen gegeben. Kälte und Fett sind gekoppelt. Fett trägt mehr Energie und am Ende vom Energiestoffwechsel, wenn er funktioniert (!), steht uns mehr Energie zur Verfügung. Diesen Sachverhalt habe ich in der Blogreihe Energiestoffwechsel (Teil 2) erklärt und im Fettabbaukurs nochmals zur Anwendung in Schritten dargestellt.


Nach jedem Masseaussterben, denke Asteroid Einschlag, herrschte auf der Erde eine Kältezeit. Die Kälte ist die erste Maßnahme zur Widerherstellung der normalen Gegebenheiten. In anderen Worten Kälte/Winter half/hilft der Erde zu regenerieren. Kälte ist ein Mechanismus um Energie zu speichern. Energie wird in Form von Eis bzw. Wasser gespeichert. Wir müssen hierzu verstehen, warum wir hier nicht annehmen können das Yang Yin reduziert. In andere Worten die Hitze/Wärme das Wasser reduziert. Könnte es nicht sein dass hier eine Magie stattfindet? Das das Wasser die Hitze/Wärme speichert? Yes we can!

Wir sind in der Lage so Wasser zu sparen bzw. zu erzeugen. Schauen wir uns hierzu den normalen Wasserzyklus an. Das Wasser in den Meeren verdampft nicht einfach so. Es muss erhitzt werden und während dieser Erhitzung gibt es verschiedene Phasen. Das Wasser absorbiert die Wärme und zwar so lange bis es nicht weiter absorbieren kann und dann findet die Verdunstung statt.

Hier findet Thermodynamik statt. Denn die Wärme der Atmosphäre oder der Erde wird so reduziert. Das Wasser balanciert so die Wärme auf der Erde. Dasselbe findet in uns statt! Diesen Gedanken kennen wir auch aus der östlichen Medizin. Kälte ist ein Therapieprinzip der Natur und wir können es effektiv nutzen. Gerade jetzt ist es wichtig damit zu beginnen. Jetzt ist die Zeit in der sich der Körper umstellen muss (denke metabolische Flexibilität). Das Jahr neigt sich zum Ende, die Sonne stirbt langsam aber sicher und wir müssen uns an diese Veränderung anpassen. Wir müssen nun einen anderen Stoffwechselweg einschlagen, den der Kälte. Es ist tatsächlich ein Problem, da wir unsere Umwelt kontrollieren. Unsere Häuser sind beheizt und nur wenige bekommen noch einen richtigen Kältestimulus.



Der Kälteweg

Ich möchte es in diesem ersten Blog nicht unnötig kompliziert machen. Wir wissen heute dass Kälte die Lebenserwartung positiv beeinflusst. Bedeutet Organismen in der Kälte leben länger, also das Leben in der Hitze/Wärme. Hier ist es wichtig das Thema Fasten zu verstehen. Ist es nicht so das Fasten die Lebenserwartung verlängert?! Nun weißt du auch warum. Die hormonellen Feinheiten werden wir uns noch anschauen. Ich werde in Kürze ein Video zum Thema Herz und Gefäßerkrankungen veröffentlichen. Bei diesem Thema spielen Entzündungen eine große Rolle. Hier gibt es ebenfalls wichtige Verbindungen zu knüpfen. In der Kälte ist survival Priorität Nummer 1. Energie wird zur Wärmeerzeugung verwendet. Deshalb funktioniert Kältetherapie auch um anzunehmen. (Deine Chance diesen Winter Kilos zu verlieren! :))


Für alle die zweifeln und skeptisch an diese Sache ran gehen, noch ein paar Fakten.

Man spielt gerne mit dem Gedanken, dass wenn man sich in kaltes Wasser begibt, es doch ein enormer Stress für den Körper sein muss. Das ist nicht richtig. Die Cortisol- und Adrenalinfreisetzung ist bei Kälte geringer als bei Hitze. Der Körper muss versuchen die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Hier beginnt die Magie zwischen Wärme und Wasser.


Kälte Evolution

In der Kälte herrscht aktiver Überlebensdrang für alle Organismen. Die einen sind besser angepasst, die anderen weniger. Die Möglichkeit der Anpassung jedoch schlummert in allen. In der Kälte wird der Sympathikus aktiviert. Dieser hilft uns Wärme zu erzeugen. Wir müssen uns fragen, wie konnte das Leben in diesen Kältezeiten weitergehen. Um dies zu verstehen, müssen wir die Mitochondrien verstehen. Sie sind es die es uns ermöglichen Wärme zu erzeugen. Diese Wärme lässt Raum für Magie, oben einfach beschrieben.

Wir müssen verstehen, dass es zwei Stoffwechselwege gibt. Den der Kälte und den der Wärme. Also des Winters und des Sommers. Das ist Yin und Yang informativ in uns gespeichert und wir müssen die Programme aktivieren wann es die Natur diktiert. Immer wenn wir dies nicht tun und meinen nicht nach der Natur zu leben, zahlen wir einen biologisch-gesundheitlichen Preis. Wir modernen Mensch wollen diesen Punkt nicht wahrhaben und erfahren deshalb die Konsequenz.

Kein Tier kann die Umwelt derart kontrollieren wie wir es tun. Denke nur mal an die Antarktis. Mittlerweile leben hier Inuit die wenig bis gar nichts mehr mit der Kälte zu tun haben. Sie haben ihre Umwelt und die Ernährung von ihrer Natur entkoppelt. Die Folgen sind klar, Übergewicht und westliche Zivilisationskrankheiten sind nun auch dort zu finden, wo bisher keine zu finden waren!



Fazit

Im Winter bevorzugen wir Fette vor allem tierisches Fett. Der Grund sollte klar sein! Schon mal einen Soja-Vegan-Fleischersatz im Winter/Eiszeit/Kälte wachsen sehen?:)

Ghee, Butter, Schmalz, Bacon etc. sind perfekte Quellen zu diesen Zeiten. Wir haben hier spezielle Rezeptoren dafür, die dann aktiv werden wenn es die Natur diktiert. Das Trombozytenglykoprotein 4 ist einer davon. Das sollte auch für alle Schilddrüsenpatienten eine Eureka Moment sein. Gerade bei Unterfunktion oder auch Hashimoto sollte man der Kälte eine Chance geben.

Der Kältestimulus führt zur Ausschüttung regenerativer Hormone. Wir wissen sogar dass der gesamte Organismus kälteangepasster Tiere völlig anders funktioniert, als der von warmangepassten! Die Kälte ist der Schlüssel dass Organismen überhaupt erst trotz wenig Kalorienzufuhr überleben können. Denke hier an die Naturkatastrophen. Nach ihnen gab es wenig zu essen. Die Lebewesen mussten dennoch weitergehen!

90% des Lebens auf der Erde spielt sich in kalten Regionen ab. Die Umgebung die wir heute als normal bezeichnen, ist evtl. nicht normal, bezogen auf die Evolution des Lebens. Das hat natürlich Auswirkungen auf unsere Lehrbücher! Alles ist relativ zu betrachten oder nicht?!


Die Magie der Kälte ist, dass unsere Rezeptoren anders arbeiten. Kälte kann dir bei einem Burnout helfen, bei Nebennierenschwäche oder anderem, da es die Rezeptoren modifiziert/stärkt ohne Cortisol zu mehren.

Wenn du dich nun in den See deiner Umgebung oder in dein Kältepool begibst, dann korreliert deine Kältetoleranz übrigens u.a. mit deiner Fettzusammensetzung. Hier kommen wir zum Thema Omega 3/6 und viszerales Fettgewebe. Du bist umso empfindlicher gegenüber Kälte, je mehr Omega 6 im Gewebe enthalten ist. Das sind bereits ein altes Thema für jeden der meine Beiträge verfolgt. Du solltest anhand diesem Beitrag auch bemerken, dass viele Informationen bereits völlig kostenlos von mir veröffentlicht wurden, die meisten diese Tatsachen nicht glauben konnten.

Weitergehts demnächst mit einem Infovideo zu Herz und Gefäßerkrankungen, Fastenvideo und bei Nachfrage auch gern wie man Kältetraining sicher und effektiv anwendet!


Bis zum nächsten Teil

Phil





Quellen:





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