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Neurodegenerativ 3: Waren Affen vergesslich? Das Szenario zum Gehirn


Im Vergleich zu einem Gorilla, sind wir Menschen in der Lage reichlich Fett zu verdauen. Heute gehen wir in diese Verbindung Affe, Mensch, Fett, Alzheimer etwas näher auf den Grund und betrachten dieses Thema entwicklungsbiologisch, um daraus ein Bild aufzubauen, welches wir auf uns moderne Menschen übertragen.

Überwiegend geht es um das Thema Cholesterin (Fett) im Kontext der Hirnentwicklung!


Warum wir Eier oder andere cholesterinreiche Lebensmittel benötigen?

Warum Fette zentral für die Entwicklung des Gehirns waren und zur gesund Erhaltung wichtig sind?

Wie sich unser Gehirn derart vergrößern konnte?

Welche Lebensmittel benötigt der Mensch für ein gesundes, funktionierendes Gehirn?


Bestimmte Gene scheinen dem früher Menschen ermöglicht zu haben vermehrt Fette verstoffwechseln zu können. Es wird von "Fleisch-adaptiven Genen" gesprochen, welche durch die beschriebene Ernährungsumstellungen verursacht wurden. Hierzu mehr in diesem Blog hier.

Die Folge waren nicht nur ein 2-3 mal größeres Gehirn und ein extremer Hirnstoffwechsel, sondern Interaktion durch mehr Elektronen im System.

Ich stell mir das ganze immer an einem Neugeborenen vor. Es wächst durch Nahrungsaufnahme und bringt so Elektronen ins System. Mit diesen Elektronen finden nun Interaktion mit der Umwelt statt. Sprich hier lernt das Baby. So konnten auch wir nach und nach weiter intellektuell wachsen.

Die Ausgangssituation von der wir nun ausgehen, ist eine Ernährungsumstellung und eine Veränderung der Umwelt der Affen.


Ein Gen um dass es sich hier handelt lautet APOE. Beschriebene Veränderungen wirkten auf das E3 Allel der DNS ein. Es ist deshalb von Bedeutung, weil es überwiegend negativ behaftet ist. Das Apoliprotein E veränderte sich und zwar so, dass diese Menschenaffen nun reichlich Cholesterol und Fette in ihre Körper aufnehmen konnten. (Finch and Stanford (2004), Davignon et al., 1988)

Dieses E3 Allel kommt nur bei uns Menschen vor. Weder der Schimpanse noch der Gorilla weist dieses Gen auf. Ich denke dahinter verbirgt sich ein Sinn und eine Verbindung zu unserem Gehirn. Wir schauen uns nun das Cholesterin näher an, welches durch diese Lipoproteintransport transportiert werden.

Das spannende, dieses Gen steht heute mit gesundheitlichen Beschwerden, verursacht durch hohe Fette in der Nahrung, in Zusammenhang. (Finch and Stanford, 2004)

Genau das bringt uns nun zu unserem altbewährten Thema Fett und Gesundheit. Sind Fette wirklich gefährlich, gar schädlich? Hierzu möchte ich an diesen Blog hier erinnern: Die Fett Hypothese


APOE4 und Alzheimer zusammengefasst:



Als die Affen den Wald verließen

Heute ist klar, der Affe verließ den Wald weil er musste. Siehe Blog hier. Auch gingen die Affen nicht von den Bäumen weil sie plötzlich entschlossen haben andere Tiere zu jagen und zu fressen. Ich halte dass für wichtig zu erwähnen. Gerade heute sollten wir uns erinnern, dass die Umwelt bisher immer diktierte was es zu essen gibt/gab. Man kann Sie sich als eine Pokerspieler vorstellen, der Karten in die Mitte wirft. Mit diesen muss gespielt werden, sonst kein Leben. So mussten unser Vorfahren häufig ihre Nahrungsquelle abändern. Von Früchten, Wurzeln und Gemüse waren während der Eiszeit keine Spur. Als die Wälder zu trocken wurden und das Wetter zu kalt, musste eine Lösung gefunden werden.


Unterm Strich erfuhr der Affe ein neues Umfeld, neue Nahrung, mehr Sonne, mehr Wasser, mehr Fisch und Fleisch. All das führte u.a. zu Veränderungen im Darm bzw. der Darm-Schleimhaut und im gesamten Genom. Keine Früchte und deutlich weniger pflanzliches wurde gegessen. Der frühe Mensch änderte seinen Stoffwechsel und begab sich in einen ketogenen Zustand mit Folgen. Das Gehirn hat sich weiter entwickelt...

Ketonkörper sind Medizin für den Körper, da Sie Amyloid ß (Aß) im Gehirn reduzieren, Glutathion vermehren und Mitochondrien stärken und deren Biosynthese fördert. Moment! Aß? Ja diese Eiweißablagerungen, welche wir von Alzheimerpatienten kennen. Siehe Blog hier.

Die Ketose ist ein natürlicher Zustand für den Menschen und war es lange Zeit für den Jäger der nichts zu essen fand oder während der Eiszeit/Kälte nach Nahrung suchte. Auch der frühe Mensch oder der Affe der nun den Wald verließ profitierte davon.

Nicht nur die Leber kann Ketonkörper für den Körper aufbauen. Unser riesen- und fettreiches Gehirn kann über Astrozyten Ketonkörper produzieren und diese unseren Neuronen zur Verfügung stellen! Cholesterin ist so wichtig, dass wir spezialisierte Zellen dafür haben, welche dieses produzieren. Diese Astrozyten sorgen für den Fettstoffwechsel im Gehirn.

Sie könne aus kurzkettigen Fettsäuren langkettiges Fett für das Gehirn aufbauen!

Genau dies zeichnet uns aus und das sollte wir verstehen. Denn wir sind sehr gut darin!


Sie verteilen Fette im Gehirn, versorgen das Gehirn und bilden auch die ZSF (Zerebro Spinale Flüssigkeit). Neben diesen Zellen gibt es noch die Oligodendrozyten. Sie sorgen durch eine schwefelhaltige Fettsäure für gesunde Myelinscheiden. Dieses Sulfatid ist ein Zerebrosoid und nimmt an wichtigen Elektronen und Protonenübertragungen im Gehirn teil. Ein Mangel daran zeichnet Alzheimer Patienten aus und zwar in früheren Erkrankungsstufen, noch vor den kognitiven Verlustserscheinungen. Das gesamte Gehirn weist hier einen Mangel auf. Wir müssen berücksichtigen, dass das Myelin konstant erneuert werden muss. Von jung bis alt.


Astrozyten und Oligodendrozyten schauen wir uns gleich näher an.

Ich möchte bis hier her klar machen, dass Fette sehr wichtig sind für das Gehirn. Der frühe Mensch veränderte seine Ernährungsweise hin zu "Gehirnspezifische Lebensmittel", welche wir am Ende dieses Beitrags betrachten.


Durch die fettreichen Lebensmittel stand Cholin, Phosphocholin, Glycerophosphocholin in hohen Mengen zur Verfügung und ich meine wirklich in hohen Mengen. Diese Cholin Verbindungen sind Bestandteil von Zellmembranen, dem Nervensystem etc. Ohne Sie können keine langkettigen Fette im Körper transportiert werden (Fett Transportproteine). Eier sind nicht nur reich an Cholesterin und guten Fetten, sondern auch an Cholin. Hier besteht die nächste Verbindung zu Fett. Cholin/Phosphatidcholin transportiert Fette von der Leber durch den Körper. Ohne Cholin kann es zu einer Fettleber kommen.


Kurz und knapp: Wir sehen schon an Cholin eine Verbindung zwischen Leber, Gehirn, Fetten und damit der Ernährung. Denke an die Ausgangssituation um ein Bild aufzubauen. Der Affe verlies den Wald, veränderte die Ernährungsweise...


In der Regel wird genanntes im Dünndarm aufgenommen und in der Leber gespeichert, phosphoryliert und im Körper für den Aufbau von Membranen verwendet. Jeglicher Überschuss wird über Chylomikronen (Lipidtransporter) an andere Organe, vor allem dem Gehirn übermittelt.

Wo kam dieser Überschuss her? Nicht aus den Wäldern, von den Früchten und Blättern!


unzählige Studien und Experimente führen zu folgender Aussage:

“This shows that cholesterol is an indispensable component of myelin membranes.” -Gesine Saher et al.


Zwischenfazit:

Der frühe Mensch veränderte die Ernährungsweise, mehr Fette standen zur Verfügung. Wir lernte diese elektronenreiche Lebensmittel in uns aufzunehmen und veränderten einige Singlaisierungswege, wie gleich beschrieben wird. Fakt ist, alleine das Fett aus der Nahrung reicht nicht aus, wir benötigen dafür spezialisierte Zellen. Um diese geht es nun.



Astrozyten

Mit diesem Abschnitt möchte ich verdeutlichen wie wichtig Fette in unserem Gehirn sind. Dafür stelle ich dir die Astrozyten vor. Astrozyten sind höhst spezialisiert in uns Säugetieren. Sie sind wichtig für das ZNS (zentrale Nervensystem), regulieren den Wasser-Haushalt, Elektrolythaushalt, die Neurogenese und befördern Nährstoffe über die Blut-Hirn-Schranke.

Unser Nervensystem zeichnet sich durch eine hohe Komplexität aus. Dafür ist eine Menge Energie nötig. Neuronen feuern ständig und brauchen ständig Energie. Neuronen, unsere Nervenzellen, können hierfür nicht die gesamte Energie bereitstellen. Genau hier kommen die Astrozyten ins Spiel.

Astrozyten bedeutet so viel wie "sternförmige Zellen". Sie machen jene Zellen aus, die nach Abzug von Neuronen, Oligodendrozyten und Mikroglia Zellen noch übrig bleiben. Um genau zu sein handelt es sich um Gliazellen.. Gliazellen ist der Überbegriff für Makro- und Migroglia Zellen. Zu den Makroglia Zellen zählen die Astrozyten und die myelinbildenden Oligodendrozyten.

Die Natur/Gott/Evolution hat die Astrozyten in Säugetieren weiter modifiziert. Wir Menschen haben sehr große und komplexe Astrozyten im Vergleich zu Primaten. (Oberheim et al., 2009; Falcone et al., 2019).

Unser Neokortex (Gehirn bzw. Großhirnrinde) wuchs von vor 2-3 Millionen Jahren stark an. Genau hier übernahmen die Astrozyten eine wichtige Rolle. Sie waren und sind somit daran beteiligt, dass sich unser Gehirn noch nach der Geburt weiterentwickelt bzw. ausdifferenziert und wir so weiterlernen können/konnten und neue Lösung finden konnten.


Diese Astrozyten müssen funktionieren. Wir haben keinen Cholesterinspeicher im Gehirn. Entsteht ein Cholesterinmangel, dann entstehen kognitive Störungen. Störungen in Astrozyten wirken sich auf die Neuronen aus. Diese Problematik ist von neurodegenerativen Erkrankungen, der amyotrophe Lateralsklerose, dem Rett-Syndrom, Alzheimer und Huntington Erkrankung etc. bekannt.

Neuronen sind durchaus in der Lage selbst Cholesterin zu produzieren. Doch machen es Astrozyten einfach besser. Zu dem nutzen Astrozyten die erzeugte Energie nicht selbst, sondern stellen es den Neuronen bereit. Ohne diese Astrozyten haben wir ein Problem Synapsen, Neuronen etc. zu entwickeln. Zu dem speichern Sie Fette (Lipide) in sich ab. Mit diesen sind Sie in der Lage oxidativen Stress zu puffern. Schützen und somit vor Stress=Energiemangel. Sie sorgen dafür, dass das Gehirn energiereich bleibt. Unser Gehirn kann Cholesterin und damit Fette aufbauen. Dazu benötigt es Enzyme, Acetyl CoA und Sauerstoff. hier kommt APOE und Astrozyten ins Spiel.



Affe+Cholesterin=APOE?

Cholesterin wird über APOE transportiert. Alzheimer-Patienten leiden deshalb unter einem Fettmangel im Gehirn. Alzheimer Patienten weisen deutlich weniger (1/6) Fettsäuren in der zerebrospinalen Flüssigkeit (ZSF) im Gehirn auf. (M. Mulder, et al.)

Wir brauchen Fette wie Cholesterin im Gehirn, Nerven, Synapsen und der Myelinscheiden und vielem mehr. Ein Mangel führt zu abnehmender kognitiver Leistung. Eine gesunde Neuronenfunktion zeichnet ihre schnelle Transportgeschwindigkeit untereinander aus. Ein Neuron, welches Informationen nicht weiterleiten kann ist ein unbrauchbares Neuron.


Das Cholesterin wird im Gehirn durch APOE (Apoliprotein) transportiert. Astrozyten produzieren dieses Cholesterin und transportieren es durch APOE.

Unser Körper benötigt Transportproteine um Fette durch den Körper zu bewegen. LDL ist einer davon und trägt das Cholesterin von der Leber zu den Neuronen. Viele sehen im LDL einen Feind, der allerdings häufig im Rahmen der Blutuntersuchung falsch gedeutet wird. Das Gehirn kann unter einem Cholesterinmangel nicht gut arbeiten. Der Körper wird versuchen mehr Cholesterin über LDL ins Gehirn zu befördern...


Spannend oder? Ist es nicht so, dass wir westliche Menschen alle unter zu hohen Cholesterinwerten leiden? Macht die Natur hier einen Fehler? :)


Fette, als auch Proteine mindern das Risiko an kognitiven Problemen zu erkranken. Wichtig zu berücksichtigen ist, von welchen Fetten wir sprechen! Evtl. erinnerst du dich an die Blogs über das Fettverhältnis Omega 3:6. Du solltest wenig bis keine dieser Omega 6 Fette konsumieren, wenn dir dein Gehirn am Herzen liegt :)


Hier ein weitere Zusammenhang.

Der regelmäßige Konsum von Fischöl und Omega 3 Öl, reduziert das Alzheimer Risiko um 44%. Das Omega 6 der typisch westlichen Ernährung fördert die Demenz und das Risiko steigt um 50%. Olivenöl bildet hier unter den Pflanzenfetten die Ausnahme. Auch Kaffee schützt vor einer Demenz. Die Gründe werden wir noch behandeln. Darüber ging es übrigens in der Steinzeiternährung und den Blogs dazu.


Ein Problem dass wir sehen ist, dass erhöhte LDL Werte mit APOE interagiert. Etwas was unsere Spezies schon mal durchleben musste und auch erfolgreich meisterte. Heute entsteht daraus ein Problem/Krankheit. Der Hintergrund warum es heute ein Problem gilt es zu verstehen. Die Rede ist von APOE4, welches wir uns in den nächsten Teilen genauer anschauen.


Cholesterin hat so viele Funktionen in unserem Körper. Es wirkt als Schütz vor oxidativen Stress, ist der Ausgangsstoff für Steroidhormone (zentral für den Hormonhaushalt, siehe unten), wird von der Gallenblase benötigt um überhaupt erst Fette aus der Nahrung aufzunehmen.

Da Statine (Cholesterinsenker), die Cholesterinproduktion in der Leber unterdrücken, ist es leicht zu verstehen, dass neurodegenerative Erkrankungen durch Statine als Nebenwirkungen bekannt sind. Ich möchte niemanden vorschreiben was er zu tun hat. Doch im Kontext Cholesterin muss ich dieses Thema kurz beleuchten. Weitere Feinheiten folgen. Was könnte der Grund sein für unsere hohen Cholesterinwerte heute?



Das Gehirn, der Beweis?!

Was kam zu erst der Darm oder das Gehirn? Der Darm und das Gehirn sind verbunden und damit meine ich auch deren Entwicklung.

Im Darm landet die Nahrung und wird danach den restlichen Zellen des Körpers zur Verfügung gestellt. Erst durch einen Überschuss im Darm, können Zellen außerhalt des Darms versorgt werden. Ich stell mir das ganze wie ein Fass vor mit Wasser. Das Wasser stellt die Energie dar und das Fass den Darm. Läuft das Fass über dann steht, das überlaufende Wasser dem restlichen System bereit. Dasselbe gilt für Reisfelder etc.




Die Entwicklung entlang von Wasser (Meere, Seen) ist nötig, um sich das Gehirn zu erklären. Ein Argument ist der hohe Iodgehalt in diesen Lebensmittel. Iod kann von Menschen nicht gespeichert werden. Um ein Gehirn aufzubauen muss es also konstant vorhanden gewesen sein. Eine Entwicklung des Gehirns ohne Iod ist nicht möglich.


  • Meeresnahrung und Innereien sind reich an Nährstoffen, die für die Entwicklung des Gehirn notwendig waren. Eisen kann besser von tierischen Quellen resorbiert werden. Eisen ist ebenfalls Teil am Energiestoffwechsel, der sich nun vom Affen in Richtung Mensch verändert hat.

  • Zink ist ebenfalls zentral für unser Gehirn . Es bindet an Lipide im Gehirn. Gerade die Arachidonsäure benötigt dieses Mineral. Fleisch ist eine super Quelle für diese Mikronährstoffe. Meeresnahrung allerdings deutlich besser. Austern sind hier sehr nährreich und zu empfehlen.

  • Selen unterstützt den Hirn- und Schilddrüsenstoffwechsel. T3, das aktive Schilddrüsenhormon benötigt Selen um Iod zu aktivieren bzw. zu binden. Selen und Iod muss deshalb beides vorhanden sein. Hämoglobin, der Blutfarbstoff benötigt ebenfalls Selen.

  • Vitamin B12 sorgt dafür, dass die Nervenfasern umhüllt sind. Kupfer wirkt vor allem über die Myelinscheiden Nervensystem.


Was soll dir diese Info lehren?

Genannte Mikronährstoffe und Lebensmittel waren die Quellen für den frühen Menschen. Sie waren ein wichtiger Treiber der Evolution hin zu uns Menschen.

Wir müssen verstehen, dass diese Mikronährstoffe Elektronenflüsse (Energieflüsse) zu bestimmten Gene aktivierten und so eine Weiterentwicklung im Sinne der Evolution ermöglicht haben. Hierzu die Blogreihe Entwicklung.


Ich möchte an die Ausgangssituation erinnern, der Affe veränderte seine Umwelt, seine Nahrung und sein Klima. Er verlässt den Wald...

Plötzlich verändert sich dieser Affe und wird immer mehr zum Homo...

Den Homo zeichnet sein Gehirn aus und um dieses aufzubauen ist obiges nötig. Nun ein paar weitere Verbindungen und das Fazit.



Iod, Schilddrüse und Hirnentwicklung

Obige Mikros (vor allem Iod, Selen) sind nötig für einen gesunden Schilddrüsenstoffwechsel. Wusstest du, dass T3 (Schilddrüsenhormon) zentral ist für die Hirnentwicklung? T3 ist die aktive Schilddrüsenform.

T3 hilft das Gehirn, vor allem den Neokortex zu entwickeln. Ohne diese Schilddrüsenhormone keine Hirnentwicklung von Befruchtung bis zum Erwachsenenalter und später. Die Neurogenese, die Bildung von Glia Zellen (Astrozyten von oben!: nächste Verbindung knüpfen!), der Aufbau von Synapsen und Myelin ist abhängig von T3. Zu dem aktiviert T3 eine Menge von Gene im Gehirn.

Durch die Nahrungsveränderung änderte sich das Hormonprofil und damit T3. T3 wiederum veränderte den frühen Menschen. Als Anmerkung möchte ich deutlich machen, dass der Schilddrüsenstoffwechsel zentral für uns Menschen ist. Dieser muss funktionieren. Viele moderne Erkrankungen zeichnen sich durch Störungen dieser Drüse aus. Nun weißt du auch warum und zu dem warum von einer abnehmende Evolution gesprochen wird. Achte auf die Gehirngrößenveränderungen am Ende des Beitrags.


Kurz und knapp: Der Affe der den Wald verließ hatte genau diese Mikros in hohen Mengen zu Verfügung. Es fällt uns schwer vorzustellen was hier auf Quantenebene (Mikrokosmos) passiert, doch ist klar, diese Mikros sind zentrale Bestandteile der Elektronenübertragungen in uns. Stell dir hierzu einen unterbrochene Stromkreislauf vor. Du benötigst einen Kontaktschalter der dir ermöglicht den Stromkreislauf wieder zu verbinden und dass Elektronen wieder fließen können. Hierzu in einer separaten Blogreihe mehr. Diese Kontaktschalter sind diese Mikros.




Genanntes zeigt wiederholt die Verbindung zwischen Meeresnahrung und unserem Gehirn. Die Frage ist wie konnte der frühe Mensch so viel davon aufnehmen? Über den Darm natürlich. Genau darüber geht es im Darmplan. Durch den veränderten Hormonhaushalt konnte T3 produziert werden und damit das Gehirn entwickelt werden. So entstand nach und nach der Neokortex. Durch oben beschriebene Prozesse.

Ferne müssen wir die Veränderung des Nahrungsangebots, die sich in der Regulation des Schilddrüsenhaushalts spiegelt berücksichtigen. Die freien T4 und T3 Werte sind bei Schimpansen höher als bei Orang-Utans oder Gorillas. Möglichweise liegt dieser Unterschied am Iodgehalt. Untersuchungen an Schimpansen weisen einen ähnlichen Iodgehalt bei uns Menschen nach, die an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Crile (1934) zeigte, dass es anatomische Größenunterschiede zwischen der Schilddrüse und Nebenniere beim Affen und Menschen gibt.

Wir sehen heute häufig Unterfunktionen der Schilddrüse (Hypothyreose) aufgrund eines gestörten Hormonhaushalts. Der Energiestoffwechsel wird gedrosselt. Der frühe Mensch musste lernte seinen Stoffwechsel anzupassen und zu regulieren. Genau darüber geht es im im Blog Kalorien 3. Dabei bin ich noch nicht mal auf die Verbindung zwischen Schilddrüse, Iod und L-Dopa eingegangen. L-Dopa sorgte für unseren Intellekt und unseren kognitiven Fähigkeiten.


Ziehen wir nun ein kurzes Fazit zu all dem gesagten. Die Anwendung kurz und knapp gibt es wie immer in der Newsletter Mail zum Blog, also kostenlos eintragen!!!



Fazit:

Essenzielle Hirnnährstoffe wie Eisen, Jod und DHA (Omega 3) etc. kommen entlang der Meeresküste vor und konnte so das Gehirn und Nervensystem entwickeln. Vor etwa 1,9 Millionen Jahren begann unser Gehirn zu wachsen, aus oben genannten Gründen. Hier verließ der frühe Mensch den Wald. Vor 600.000 - 150.000 Jahren nahm die Enzephalisierung (Gehirngröße) stark zu. Hier spielt die Ernährung (siehe oben), die Nutzung von Feuer und Nahrungszubereitung eine große Rolle.

Von ca. 500cm³ des Australopthikus über ca. 650 cm³ beim Homo Habilis, weiter auf 850cm³ beim Homo erectus, stieg die Hirngröße an. Deshalb auch nun der Name Homo. Nun war das Gehirn schon bei 1000cm³, doch damit noch nicht am Ende der Entwicklung.

Der Neandertaler soll mit 1700cm³ ein größeres Gehirn gehabt haben als wir heute mit etwa 1500cm³. Zur Wiederholung kurzkettige Fettsäuren können über alpha Linolensäure und Eicosapentaensäure (EPA) nur zu 0,5% in DHA umgewandelt werden. Deshalb sind oben genannte Lebensmittel und das dargestellte Szenario nötig, um sich ein Gehirn überhaupt erklären zu können.

Durch die veränderten klimatischen Veränderungen und Ernährungsweisen änderte sich auch der Hormonhaushalt. Wie am Beispiel der Schilddrüse erklärt.

All dass führte zu Veränderungen...und auch neuen Hürden.


Ein Problem des frühen Menschen waren Infekte und Entzündungen. Warum? Zum einen sind Infekte bis heute ein Problem für Primaten und zum anderen war es für den Menschen eine lange Reise die Infekte in den Griff zu bekommen. Im Bezug auf diesen Blog war es die Ernährung und all die Veränderungen, die zu einem leaky Gut führten. Wir müssen uns vorstellen, dass unser Darm bewusst durchlässig ist/war, um die essenziellen Hirnnährstoffe ins Gehirn einzulagern! Deswegen übrigens der Titel des Blogs, das Tor zum Himmel oder Hölle. Die Feinheiten hierzu im Darmplan.

Eine Lösung waren hier die Fette. Ich hab schon öfters dargestellt das Fette vor Infekten schützen können. Denke hier an das Cholesterin und auch an die Derivate der DHA Fettsäure. Es schützt uns vor Sauerstoffradikalen und ist gleichzeitig ein wichtiger Elektronenüberträger. Deshalb werden diese Derivate auch als Neuroprotektine bezeichnet. Der Affe musste Elektronen und Fette ins Gehirn einlagern. Hierfür nutze er DHA, denn DHA ist besonders wenn wir dieses Fett aus Sicht der Quantenphysik betrachten. In neurodegenerativen Erkrankungen geschieht genau das Gegenteil. Wir verlieren Fette und wichtige Elektronen aus diesen Zellverbänden.

Im Blog Von der der Savanne an die Küste hab ich klar gestellt, dass alleine das Jagen nach Wild und Fleisch nicht ausreichend ist. Fisch und Meeresnahrung müssen her. Heute ergänzen wir Eisen, Iod, Zink, Selen, Vitamin A, D und Omega 3 Fette. HIer möchte ich dass ganze im Kontext Fett und Gehirn ergänzen. (Broadhurst, Cunnane und Crawford, Broadhurst, Wang und Crawford, Stringer, Wang, Lewis and Jakobsson)


Bedingungen zur Hirnentwicklung

  • Iod

  • Eisen

  • Plazenta zur Versorgung des Fötus mit Fetten (Omega 3)

  • Fettsäuren können nur durch Mitochondrien aufgebaut werden. Das heißt die Synthese findet über Acetyl-CoA statt. Mitochondrien sind deshalb für die Entwicklung des Gehirns essentiell.

  • Ein weitere wichtiger Punkt ist das Thema Sauerstoff. Desaturasen sind nötig um langkettige Fettsäuren aufzubauen. Sauerstoff ist deshalb ein zentraler Treiber der Evolution. 6 Sauerstoffmoleküle sind nötig für eine DHA Fettsäure.

  • Zellen und vor allem die Lipide und Phospholipide reagieren auf Veränderungen der Umwelt. Mithilfe von Rezeptoren kann über diese Lipide elektro-chemisch signalisiert werden. Das ist wichtig, denn Lipide müssen quantenmechanisch mit den Proteinen kommunizieren können. DHA ist darin besonders gut.


Hilfreiches Infovideo: der Darmplan





Quellen:

M. Mulder, et al., “Reduced Levels of Cholesterol, Phospholipids, and Fatty Acids in Cerebrospinal Fluid of Alzheimer Disease Patients Are Not Related to Apolipoprotein E4,” Alzheimer Disease and Associated Disorders 12, no. 3 (September 1998): 198–203.

Barberger-Gateau, et al., “Dietary Patterns and Risk of Dementia: The Three-city Cohort Study,” Neurology 69, no. 20 (November 13, 2007): 1921–30.

Roberts, et al., “Relative Intake of Macronutrients Impacts Risk of Mild Cognitive Impairment or Dementia”

T. B. Vanitallie, et al., “Treatment of Parkinson Disease with Diet-induced Hyperketonemia: A Feasibility Study,” Neurology 64, no. 4 (February 22, 2005): 728–30.

M. A. Reger, et al., “Effects of Beta-hydroxybutyrate on Cognition in Memory-impaired Adults,” Neurobiology of Aging 25, no. 3 (March 2004): 311–14.

.Mary Newport, “What If There Was a Cure for Alzheimer’s Disease and No One Knew?” www.coconutketones.com/whatifcure.pdf (July 22, 2008).

I. Van der Auwera, et al., “A Ketogenic Diet Reduces Amyloid Beta 40 and 42 in a Mouse Model of Alzheimer’s Disease,” Nutrition & Metabolism 2 (October 17, 2005):
. D. R. Ziegler, et al., “Ketogenic Diet Increases Glutathione Peroxidase Activity in Rat Hippocampus,” Neurochemical Research 28, no. 12 (December 2003): 1793–97.

K. W. Barañano and A. L. Hartman, “The Ketogenic Diet: Uses in Epilepsy and Other Neurologic Illnesses,” Current Treatment Options in Neurology 10, no. 6 (November 2008): 410–19.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0197458014003558?via%3Dihub
https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0163782711000312

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