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12) Darm: Affe, Mensch und Darm: Herbivoren?

Updated: Feb 21

In diesem Beitrag möchte ich den Darm beleuchten. Er ist eines der Organe, das uns viel Verständnis über uns und die Biologie verschaffen kann. Was wären wir ohne unsere Freunde den Darmbakterien? Viele Menschen fürchten sich vor Bakterien und verstehen gar nicht, dass sie selbst voller Bakterien sind und der zentrale Energiestoffwechsel auf einem Bakterium beruht. Mit der Wahl deiner Nahrung bestimmst du über deine Mitbewohner im Darm.

Das Zitat von Ludwig Feuerbach „Du bist was du ißt“, wird damit zu "Du bekommst das was du isst".




Darm ist Darm? Affen-Darm vs. Menschen-Darm

Affen ernähren sich überwiegend von Pflanzen. Mehr als 50%, nahe 60% der Kalorien stammen aus Ballaststoffen. Wir Menschen sind in der Lage gerade mal 7% unserer täglichen Kalorien aus Ballaststoffen abzudecken.

Nun muss man sich fragen, wie ist das möglich? Wir Menschen können Ballaststoffe nicht verdauen und Affen decken 50% ihres Kalorienbedarfs damit ab?

Der Unterschied liegt im Darm und genau diesen schauen wir uns nun an.


Im Darm landet die Nahrung, die wir essen und enzymatisch spalten oder aufgrund Einflüssen nicht spalten konnten. Unverdautes kann unter Umständen zu Problemen, Blähungen, Entzündungen uvm. bei uns Menschen führen. Auf dieses Problem bin ich in der Infoveranstaltung Steinzeiternährung eingegangen. Affen dagegen, brauchen unverdautes im Dickdarm. Sie nutzen ihren langen Dickdarm als eine Art Kochtopf oder Gärtopf und zaubern hier aus unverdautem Neues.

Die meisten Säugetiere wandeln Kohlenhydrate im Dickdarm zu Fetten um. Dazu brauchen wir Darmbakterien, die kurzkettige Fette aufbauen und zu langkettigen umbauen. Der Affe kann hier gesättigte und sogar einfach ungesättigte Fette aufbauen. Mehrfachungesättigte Fette müssen auch hier aus der Nahrung aufgenommen werden. Sie übertreffen keine 3% der gesamten zugeführten Kalorien. Noch mal ein Argument gegen Pflanzenfette, sogar bei reinen Pflanzenfresser kommen sie nur in geringen Mengen vor. Diesen Abschnitt musst du evtl. wiederholen. :)



Stoffwechselwege im Darm

Im Dickdarm befindet sich kein Sauerstoff, dass ist von enormer Bedeutung. Dadurch ändert sich der gesamte Energiestoffwechsel. Ohne Sauerstoff keine Fettverbrennung. Das hat zur Folge, dass Fette nicht verdaut werden können. Kohlenhydrate dagegen transportieren ihren eigenen Sauerstoff.

Die Kohlenhydrate beginnen nun im Dickdarm zu gären. Dabei entstehen Fette wie Propionat, Butyrat/Buttersäure, and Acetat.

Auch das ist ein wichtiger Abschnitt, den wenige berücksichtigen. In der Ernährung geht es nicht darum, welche Lebensmittel die meisten Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente halten. Klar ist das auch wichtig, versteh mich hier bitte nicht falsch. Doch geht es darum, die Energie, also Elektronen und Protonen der Nahrung effizient aus der Nahrung zu nutzen und zu verwerten.


Die Frage ist nun wer ist effizienter der Affe oder wir Menschen?

Ernährung ist deshalb von der Quantenmechanik betroffen und darauf werde ich in kommenden Blogs eingehen. Die Steinzeiternährung verwende ich lediglich als Mittel oder Werkzeug, um dir die Konzepte der Natur zu zeigen. Diese müssen wir zur richtigen Zeit im Rhythmus der Natur anwenden.

Nun aber zurück zum Affe, Mensch und dem Darm. Wir bzw. unsere Freunde die Bakterien, bauen für uns Buttersäure auf, die wir über den Darm ins Blut aufnehmen können. Außerdem entsteht CO2 und CH4. Aus diesen Fetten können wir nun in der Leber wunderbare Energiepakete für unser Gehirn aufbauen.

Weil dieses Thema Fett, Bakterien und Darm extrem wichtig ist, gibt es auch hier ein Infovideo für Mitglieder.

Was wir essen formt unsere Darmbakterien und damit was wir von Ihnen bekommen. Wir haben die Wahl. Wieder einmal ist es unsere Entscheidung in diesem modernen Informationszeitalter.




Effizienz: Affe vs. Mensch: Sind wir effiziente Fermentierer?

Was aus unserer Nahrung wird genau fermentiert? Eine pflanzlich, vegetarische Ernährung führt immer zu einer Fermentation im Dickdarm. Alle Lebewesen die Pflanzen zu sich nehmen, brauchen deshalb bestimmte Bakterien um diese zu verdauen. Je nach dem was gegessen wird, variieren die Bakterien im Darm.

Einige fermentieren im Vorderdarm und andere im Hinterdarm. Ziegen, Schafe und Kühe sind Vorderdarm-Fermentierer. Sie sind darauf spezialisiert Pflanzen oder Gras zu fermentieren. Gorillas wiederum nutzen den hinteren Darm, also den Dickdarm. Das ist ein krasser Unterschied. Denn der Affe ist nun in der Lage, diese unverbaubaren Pflanzenstoffe/-fasern in seinem Dickdarm umzubauen und zu nutzen! Hier beginnt die Magie der Darmbakterien. Ohne sie keine Energie. Wahnsinn wenn man sich das vorstellt. Ohne Darmbakterien könnte der Affe nicht einmal überleben.


Was hat das nun mit uns zu tun?

Wir Menschen haben diese Fähigkeit nicht. Unser Darm ist 40% kleiner als der eines Affen. Unsere Leber ist ebenfalls um 12% kleiner. Die Auswirkung sollte klar sein, wir Menschen sind nicht in der Lage bestimmte Lebensmittel zu fermentieren wie der Affe, die Kuh oder das Schaf, wobei hier oben genannte Unterschiede gelten.

Wir Menschen sind sehr schlecht darin Fette aus diesen Pflanzenfasern aufzubauen. Wir nutzen hierzu Lebensmittel, die diese Fette in sich tragen, also die Nahrung. Für alle die das nicht glauben können hier eine Studie. Der höchste Anteil an Ballaststoffen an untersuchten menschlichen Kulturen liegt bei 86 Gramm pro Tag. Das entspricht ca. 6% der täglich zugeführten Kalorien. Ganz egal wie viel Ballaststoffe nun gegessen werden, der Punkt ist wir können aus diesen Pflanzenfasern nicht viel anfangen. Eine Kuh oder ein Affe dagegen schon.



Wie ist das möglich? Was ist passiert?

Nun es geht um die Energie-Effizienz. Unser Darm ist vollkommen anders als der von Affen. Vergleicht man den Affen weiter, dann hat er mehr als 80% Darmvolumen als wir Menschen und eine größere Leber. Warum das so ist sollte nun klar sein. Er braucht diesen Platz, denn er isst schließlich pflanzlich. Während der Affe sich mit diesem Koch-/Gärtopf Fette aufbaut, müssen wir diese Fette über die Nahrung zu uns nehmen. Wir können eben nicht einfach Pflanzen zu Fette umbauen, wie der Affe oder die Kuh bzw. nur begrenzt. Das hat sich als energetischer Vorteil herausgestellt. Das ist ein großer Unterschied und bringt uns zum Thema Ballaststoffe. Denn wie viel davon ist gut, wie viel davon ist schlecht. Wenn hier Nachfrage besteht, kann über dieses Thema eine Audio oder auch Video für Mitglieder hochladen. Da ich das Ziel habe gleichgesinnten Menschen diese Informationen zu geben, gibt es dieses Video zwar kostenlos, allerdings auch nur für registrierte Mitglieder.



Die Verbindung zum Gehirn

Studien belegen, je hochwertiger eine Ernährung, desto kürzer der Darm und desto größer das Gehirn. Es bestehen hierzu Theorien, die die Entwicklung vom Affen zum Menschen durch solche Veränderungen der Nahrung versuchen zu erklären. Demnach war der Mensch im Gegensatz zum Affe, in der Lage Nahrung zu verarbeiten, kochen und qualitativ hochwertiger anzufertigen. Das macht durchaus Sinn, wenn man versteht, dass es in der Ernährung um Elektronen und Protonen geht. Folglich stand uns Menschen eine höhere Nahrungsqualität zur Verfügung.

Forschungen an Primaten/Affen zeigen, dass eine höhere Nahrungsqualität Einfluss auf die Darmlänge hat. Nahrung hat Einfluss auf das Darm-Mikrobiom. Dieses wiederum hat direkten Einfluss auf die Leber, Organe wie das Gehirn und Blutgefäße im Darm selbst.


Eine fettreiche Ernährung führt zu einer Vermehrung der Bacteroidete und Minderung der Firmicute. Bakterien produzieren langkettige als auch kurzkettige Fettsäuren. Diese sind wichtig zur Versorgung des Gehirns, als auch des Darms selbst.

Der Theorie Expensive-Tissue Hypothesis“ nach, benötigt ein Organismus mit einem leistungsfähigen Gehirn einen funktionstüchtigen leistungsschnellen kürzeren Darm.


Ein Affe bspw. hat ein beschränktes Nahrungsangebot (pflanzlich) und muss den Mangel durch einen langen Darm und Darmbakterien ausgleichen. Dem Menschen stehen Fette aus der Nahrung zur Verfügung, welches das Nervensystem und Gehirn etc. zur Entwicklung braucht. Ein Affe hat ein Mangel an diesen Fetten und deshalb ein kleineres unterentwickeltes Gehirn. Die Darmbakterien spielen hierbei eine große Rolle, welche Fette aus der Nahrung entstehen und es über das Blut zum Gehirn schaffen.



Und wieder einmal siegt das Fett!

Zwischen Affe und Mensch zeigen sich Veränderungen im Fettgewebe. Affen haben ein geringen Körperfettanteil. Während Menschen einen Fettgehalt zwischen15% und 30% haben, tragen Affen etwa 9% Körperfett mit sich. Hier treffen wir wieder auf das Thema Übergewicht, das viele nicht richtig verstehen. Das Fettgewebe ist verantwortlich für eine gesunde Entwicklung von Nerven- und Hirngewebe. Wie auch im letzten Blog beschrieben. Erinnre dich an den Unterschied zwischen einem Neugeborenen Affen-Baby und Menschen-Baby.

Die Folgen der modernen zuckerreichen Ernährung sind offensichtlich, sie stören den Darm und dessen Bewohner. Raffinierte Kohlenhydrate führen zu einem veränderten Darm-Mikrobiom. Der Dünndarm wird übersiedelt von Bakterien und der Dickdarm bekommt keine ab, da zu wenig Ballaststoffe gegessen werden, welche die Bakterien nähren. Dies hat typische Folgen, die wir heute als Volkskrankheiten bezeichnen. Dann gibt es noch die Menschen die zwanghaft zu viele dieser Ballaststoffe zu sich nehmen und versuchen wie der Affe Fette aus diesen unverbaubaren Pflanzenfasern aufzubauen. Sie leiden "zufälligerweise" dann auch immer unter Blähungen, Gasbildungen, Darmbeschwerden wie Reizdarmsyndrom oder auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten etc. Zufall? :) du kennst die Antwort nun.



Was du verstehen solltest ist, je länger der Darm, desto mehr Pflanzen werden und können gegessen werden. Selbst bei uns Menschen ist dieser Zusammenhang noch zu erkennen. Europäer haben einen kürzeren Darm als Afrikaner. Der Unterschied ist gering, doch gibt es Studien, die diesen Zusammenhang bestätigen. Warum das so ist solltest du nun verstehen. Deine Gene, dein Verdauungssystem oder andere Strukturen können von Mensch zu Mensch variieren.



So What? Fazit:

Welche Infos stecken in diesem Blog, die jeder Ernährungsbewusste und Gesundheitsinteressierte umsetzen kann?

Fette sind wichtig für unseren Körper und immer noch unterschätzt. Ohne sie geht nichts. Im Grunde hat die Biologie gelernt Fette effizient zu nutzen. Selbst die meisten Pflanzenfresser, essen Pflanzen um daraus Fette aufzubauen. Wir Menschen haben uns irgendwann dafür entschieden Fette lieber aus der Nahrung aufzunehmen und dafür den Darm zu verändern, Energie für Versorgung und Aufrechterhaltung des Gewebes einzusparen etc. Dasselbe gilt für die Leber und wahrscheinlich andere Organe. Ein wichtiger Punkt ist mir nach wie vor die Fettzusammensetzung. Im Texte oben habe ich dargestellt, dass Pflanzenfresser, die reichlich Fette aufbauen, keine bis wenig mehrfachungesättigte Fette aufnehmen und aufbauen. Fett ist wichtig, doch gibt es hier Feinheiten zu verstehen.


Alle Säugetiere haben ein ähnliches Fettverhältnis an Makronährstoffen. Sie essen überwiegend Fett, wenig Kohlenhydrate und Proteine.

Ein typisches Verhältnis sieht in etwas so aus:

Kohlenhydrate: 10%

Protein: 20%

gesättigtes und einfach ungesättigtes Fett: 65%

mehrfachungesättigtes Fett: 5%


Mit diesem Blog sollten nun einige Fragen in deinem Kopf entstehen. Wenn nicht solltest du ihn nochmal lesen oder du bist bereits bestens informiert. Nutze gerne das Forum oder schreib mir eine Mail oder ein Kommentar, um dir beim Aufbau eines ganzheitlichen Verständnis zu helfen.



Quellen:
Bowen, R. A., “Digestive physiology of herbivores,” July 13, 2006


























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