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Fasten 2: Autophagie: Kannst du Fasten/Entgiften/unendlich Leben?

Updated: Jun 7, 2023

Wie schafft es unsere Zelle sind ständig zu erneuern? Wie werden alte Proteine ersetzt? Wie werden Schäden repariert? Und was hat all dass mit Fasten zu tun?

Sind wir nicht ein Wunderwerk? Schäden reparieren sich über Nacht, die Wunde verschließt sich von selbst, die Magie der Heilung, des Gewebeaufbaus findet einfach so statt ohne dass wir bewusst etwas dafür tun müssen. Lediglich den Gesetzen der Natur folgen.


Dieser Blog wird viele zur Verzweiflung bringen. Es wird ein Beitrag sein, den du evtl. erst später richtig verstehst. Es wird auch ein Blog sein, bei dem du durch jedes wiederholte Lesen neues entdecken wirst. So stay with me. Es lohnt sich wenn du mehr verstehen willst und richtig Energie wirtschaften lernen möchtest.


Verstehst du warum man Fastet und was du dabei zu beachten hast?

Fasten erfordert einen starken Willen. Man muss Fasten wollen. Der Kopf und die mentale Stärke spielen dabei eine große Rolle. Durch unsere moderne Überernährung, sind wir es nicht mehr gewohnt von der Zuckerspritze los zu lassen. Deshalb brauchen wir, je nach bestehender hormonellen Lage, mehr oder weniger mentale Kraft, um das Fasten durch zu stehen. Durch falsches und extremes Fasten, geht viel dieser Willensenergie verloren.

Die Natur ist ein klarer Taktgeber und Fasten etwas natürliches, nicht von uns Menschen entwickeltes! Das heißt Fasten muss nicht unbedingt ein Kampf des Geistes gegen Hunger sein!



Fasten hängt in erster Linie mit Nahrungsaufnahme zusammen. Genau deshalb beginne ich mit diesem Thema und zwar starten wir unsere Reise mit einer einfachen Zelle, die sich im Meer befand/befindet.


Externe Nahrungsaufnahme

Entwicklungsgeschichtlich haben sich die ersten Zellen durch passiven Transport bzw. Diffusion ernährt. Nahrung wurde nicht aktiv, sondern passiv über die Membran aufgenommen. Ferner sind diese Zellen auf den Abbau körpereigener Zellbestandteile, aus energetischen Gründen, angewiesen.

Dieser Prozess nennt sich Autophagie oder Autophagozytose und bedeutet so viel wie Selbstverdauung/Selbstreinigung/Selbstreinigung. Dieser Mechanismus ist bis heute in uns verwurzelt und kann nur unter bestimmen Umständen ablaufen. Hier werden mithilfe von Organellen, den Lysosomen, Zellbestandteile zu den Bausteinen Fettsäuren, Aminosäuren und Glukose abgebaut, um daraus Energie zu gewinnen, Zellmaterial zu reparieren oder gar Viren und Bakterien abzubauen.



Eine „einfache“ Zellen hat also keinen aktiven Trieb zur Nahrungssuche und demnach keinen starken Überlebensdrang. Solche Zellen nehmen quasi zufällig Nahrung zu sich. Sie können demnach keine übermäßigen Stoffwechselprozesse ausführen die Energie voraussetzen, denn diese hat sie nicht.


Störungen der Autophagie korreliert mit Krebs, neurodegenerativen Erkrankungen, Infektionen, vorzeitigem Altern, Diabetes, Alzheimer, Parkinson uvm.. Wusstest du dass bei 40-75 Prozent der Krebspatienten genau diese Zellsteuerung bzw. dieses evolutionäre Programm der Natur defekt ist.


Aktive Nahrungsaufnahme

Eukaryonten und „komplexere“ Zellen haben es geschafft einen aktiven Stoffwechsel zu betreiben.

Mit zunehmender Entwicklung von Zellen, Zellorganellen und damit mehreren Aufgaben, die untereinander kommuniziert und verteilt werden müssen, ist eine konstante Energieaufnahme notwendig.

Anders ausgedrückt konnte sich nur durch einen Energieüberschuss eine „komplexe“ Zelle entwickeln.

Es muss nun aktiv Nahrung aufgenommen werden, sodass die Zelle weiter wachsen kann, um komplexere Stoffwechselprozesse zu entdecken oder sich einfach nur fortzupflanzen. Zur Nahrungssuche gehört Bewegung, man muss aktiv auf die Beute zu gehen, sie einfangen oder jagen und auch das kostet Energie. Eine Frage zwischen Kosten und Nutzen.


Zusammenfassend kann man zwischen einer aktiven und passiven Nahrungsaufnahme unterscheiden. Die passive hat sich vor der aktiven entwickelt.


Was bringt mir diese Info?

Das ganze hat jetzt was mit dir und deiner Gesundheit zu tun, da dieser passive Mechanismus noch in uns allen steckt. Dieser Mechanismus ist der welcher unter Begriffen wie Detox, Entgiftung, Entlastung oder Fasten teilweise teuer vermarktet wird.



Die Entgiftung besteht aus zwei Phasen. Die Umwandlungsreaktion des Stoffes zu Zwischenprodukten, die dann ausgeschieden werden können. Zur Ausscheidung muss die zweite Phase, die Konjugationsreaktion stattfinden. Hier wird das Zwischenprodukt aus der ersten Phase wasserlöslich gemacht. Erst jetzt kann das Toxin über Harn oder Stuhl, also Niere oder Darm, ausgeschieden werden. Nur ganz am Rande ein paar Infos hierzu. Teure Wundermittel sind also nicht nötig.


Die "Entgiftung" oder die Reinigung, das Lösen von Altem, die wir während dem Fasten verspüren, stammt vom Zellzustand der Autophagie.


Was macht Gesundheit wirklich aus?

Unsere Zellen müssen sich ständig erneuern, alles muss sich ständig erneuern. Das Alte macht Platz für das Neue. Auf den Winter folgt der Frühling, das Spiel der Elemente. Wenn aber dieser Mechanismus, dieser Kreislauf gestört oder defekt ist, dann bleibt das Alte an der Macht, das Alte wird nicht ersetzt, nicht erneuert.

Wie es in jeder Herrschaft, in Filmen bspw. dargestellt wird, ist das Alte irgendwann nicht mehr in der Lage bei Sinnen klare, vernünftige und vor allem zukunftsorientiert gewinnbringende Anpassungen zu machen. Der Herrscher verliert den Kontakt zu seinem Volk.

Heißt das Alte muss durch das Neue ersetzt, repariert/recycelt/korrigiert werden, um funktionstüchtig zu bleiben.

Gerade in der Biologie im Bezug auf Fruchtbarkeit sollte dies leicht zu verstehen sein. Ein Lebewesen ist nicht ewig fruchtbar. Warum? lese diesen Abschnitt nochmal. :)



Autophagie - Mach Platz für Neues - Reparatur

Es zeigt sich, dass die Autophagie ein evolutionäres Sparprogramm darstellt, bei dem sich das Bakterium versucht von körpereigenen Bausteinen zu ernähren. Folglich ist es ein Programm für Notzeiten, in denen keine Nahrung von außen aufgenommen werden kann.

Hier entstand das ursprüngliche Fastenprogramm, das heute gerne zur Verjüngung angewendet wird. Und tatsächlich, Studien zur Folge verlängert Fasten die Lebenserwartung. Dazu am Ende mehr.

Nutze den Rhythmus der Natur um das Notsparprogramm zu starten und vergeude keine unnötige mentale Kraft.

Komme in den Rhythmus durch Autophagie und Apoptose. Verabschiede dich vom Glukosestoffwechsel, der Zuckerspritze und setze klare Signale.

Ist man erst einmal das Fasten gewohnt und die epigenetischen Programme aktiviert, Fastet es sich sehr einfach. Deshalb hier das Video und der Blog zum Thema Hunger und Sättigung. Jeder Blog lehrt dir etwas anderes, etwas Neues, welches du zu einem großen Puzzle zusammenfügen kannst. So hast du die besten Lernerfolge und baust das beste Verständnis auf.

Bei Fragen einfach kontaktieren oder in die Kommentare schreiben.


Fasten und Lebenserwartung

Das Essen wirkt sich also auf die Lebenserwartung aus. Wir wissen heute, dass ein Überessen die Gesundheit schädigt. Das ist gerade für Sportler eine ganz spannende Geschichte. Gerade aus der Sport- und Leistungswissenschaft ist bekannt, dass ein zu viel Essen für einen Muskelaufbau oder der Leistungssteigerung die Lebenserwartung reduziert wird.

Um hier eine Zahl zu nennen, möchte ich mich an die Forschungsdaten aus dem American Football wenden. Einem Profisportlern wird eine Lebenserwartung von ca. 60 Jahren prophezeit. Der Sportler reduziert mit jedem Sportjahr etwa 3 Jahre seines Lebens. Dass ist natürlich nicht nur wegen dem Überessen. Die anderen Gründe erläutere ich zu einem späteren Zeitpunkt.


Bezüglich der Lebenserwartung gibt es verschiedene Ansichten und Theorien. Die eine, besagt die Lebenserwartung ist abhängig vom Stoffwechsel selbst. Sie basiert auf der Theorie des Oxidativen Stress. Sauerstoffradikale sollen demnach Schuld daran sein, dass wir altern. Das ganze hängt wieder einmal mit Max Rubner zusammen, den wir hier schon ein paar Mal gehört haben.

Er versuchte eine Verbindung zwischen der Stoffwechselaktivität und der Körpermasse, also dem Gewicht zu finden. Er fand heraus, dass der Stoffwechsel von kleinen Hunden höher war, wie der von großen und schlussfolgerte: ein langsamerer Stoffwechsel verlängerte die Lebenserwartung.



Je schneller der Stoffwechsel, desto geringer die Lebenserwartung. Das kann man so behaupten und folgt dem Masse-Stoffwechsel-Verhältniss nach Kleiber.

Kleiber zeigte in seinem Werk, "The fire of Life", dass der basale Energiestoffwechsel um 0,75 (3/4) zur Masse zunimmt.

Nimmt die Masse um 4 Einheiten zu, dann nimmt der Stoffwechsel nur um 3 zu.

Das bedeutet der schwere Elefant muss nicht entsprechend seiner Masse futtern, er kommt auch mit weniger zugeführten Energie aus.

Bei diesem Gesetz geht es darum, dass die Maus, auf ihr Körpergewicht bezogen, mehr Energie verbraucht als der Elefant.

B = βM (3/4) (Formel nach Kleiber)

Dieser Gesetzmäßigkeit zufolge skaliert der Metabolismus I mit der Potenz von 0.75 mit der Körpermasse m

Heute wissen wir noch mehr. Dieses Wissen setzen wir hier nun in einen neuen Kontext, um daraus neue Anwendungen für die alttägliche Ernährung zu finden.


Zu dieser Erkenntnis kommt die des Stoffwechsels kommt die der unterschiedlichen Fette. Richtig, es geht wieder um das Thema Fett. Und zwar entscheiden die Fettsäuren in unserer Membran.

Währende dem Stoffwechsel fallen Sauerstoffradikale an, wie nach Kleiber/Buchner etc.

Diese Sauerstoffradikale interagieren mit unseren Zellbestandteilen, darunter die Fettsäuren in unseren Zellen/-membranen.

Deshalb auch die Blogs über Omega 3 und 6.


Für eine lange Zeit dachte man, dass die Stoffwechselrate entscheidend für die Lebenserwartung sei. Experimente an Vögeln zeigten allerdings andere Ergebnisse.

Vögel haben eine schnellere/höhere Stoffwechselrate verglichen mit Säugetieren derselben Größe und dennoch leben sie länger.

Diese Erkenntnisse könne allerdings nicht ohne weiteres auf uns Menschen angewandt werden, aufgrund unterschiedlichem Zellstoffwechsel.

Heißt, auch bei einer hohen Stoffwechselrate werden wir nicht schneller altern, leben deshalb also nicht weniger lange.


Für uns Säugetiere gilt obiges. Je schneller der Stoffwechsel, desto geringer die Lebenserwartung.

Deshalb wirkt Fasten verjüngend und lässt uns langsamer (Masoro 2002)

Jetzt habe ich es kompliziert gemacht. Ja, aber es stecken hier Details in diesen Erkenntnissen, die wir noch brauchen.


Fasten hilft uns also die Zeit anzuhalten, zu entschleunigen. Dasselbe macht die Biologie in dem sie wächst.


Wir müssen alle drei Erkenntnisse in einem Zusammenhang setzen.

Ein geringer Stoffwechsel führt zwar zu weniger freien Radikalen, dass ist aber nicht der alleinige Grund warum Fasten verjüngend wirkt.

Der Grund liegt am Fett und das habe ich ausführlich in den Blos der Fettzusammensetzung erklärt. Deshalb ist es wichtig was wir wann essen. Das falsche Fett an der falschen Position führt zu vermehrten ROS (=Sauerstoffradikale=defekte Zellbestandteile) und dadurch altern wir schneller.

Je mehr PUFAs (=mehrfach ungesättigtes Fett) ein Lebewesen in seinen Membranen hält, desto kürzer ist die Lebenserwartung.

Dass sind Infos die bis heute von Topmedizinern nicht verstanden werden und daraus ändert sich einiges in unsere alltäglichen Anwendung, sprich Ernährung und der Fastentherapie!


Das Thema Masse bzw. das Kleibers Gesetz ist sehr spannend und wird im Bereich Thermodynamik und evtl. im Kurs Fasten näher erklärt.


Was solltest du hier mitnehmen?

a) Fasten bedeutet Energiemangel, der Stoffwechsel wird gedrosselt, dadurch entsteht weniger Energie, weniger Wärme, weniger Energieabgabe, du sparst Energie.

b) dadurch lassen wir die Uhren langsamer ticken, deshalb wirkt es positiv auf die Lebenserwartung. Denn was lebt länger eine Maus oder ein Elefant? (60 Jahre vs. 3 Jahre) :)

c) Ein gedrosselter Stoffwechsel bedeutet Energiemangel, bedeutet schlechte Energieeffizient. Die Folge ist ein thermodynamischer Wachstum nach dem Kleiber Gesetz.

d) In uns finden quanten-chemische Prozesse statt und hier entscheiden Feinheiten. Welche Fette, welche Radikale etc. entscheidet über unsere Lebenserwartung.



Fasten ist deshalb mehr als nur hungern, mehr als nur Kalorienreduktion. Auch für das Thema Abnehmen und Fettabbau ist dieses Thema sehr wichtig zu verstehen. Mehr darüber im Kurs Fettabbau. Denke einmal darüber nach was ein Mensch macht der übergewichtig wird? Er gewinnt an Masse, an Größe und verliert dabei an? (beende diesen Satz, in den Kommentaren) :)






Quellen:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22688819/

https://www.ugb.de/exklusiv/fragen-service/autophagie-fasten/#:~:text=Autophagie%20ist%20eine%20Art%20Recycling,ab%20und%20verwertet%20sie%20anderweitig.&text=Autophagie%20l%C3%A4sst%20sich%20mit%20Selbstverdauung%20%C3%BCbersetzen.






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