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Neurodegenerativ 2: Hilfe durch Ketose: Darm, Mikrobiom, Depression Teil 1

Updated: Feb 9, 2023


Eine Ketogene Ernährung ist eine bekannte Therapieform für Epilepsie (Lennox-Gastaut-Syndrom). Nun ist es so, das aus Gründen, wie bspw. denen im letzten Blog beschrieben, heute recht selten diese Ernährungsweise als Therapiemethode Verwendung findet. Schon die antiken Griechen nutzten die Ernährungsform oder Nahrung als eine Art Therapie und zwar schriftlich festgehalten seit 350-400 v.Chr. Das schöne, es liegen jede Menge Informationen und Erkenntnisse dazu vor. Heute werden antiepileptische Medikamente verwendet und das ist auch gut so. Ich denke du bist hier um etwas zu verändern, deshalb möchte ich dir hier ein paar Tipps bei der Anwendung geben. Veränderung tut immer weh und wir Menschen sind nun mal Gewohnheitstiere.


Heute geht es um den Bezug zum Gehirn bzw. um neurologische Beschwerden, Depression, Psychosomatik und die Zusammenhänge. Dazu schauen wir uns wieder den Darm an und die Verbindung zu Depression, ein wenig den Affe-Mensch, die Hirnentwicklung für eine Vogelperspektive.




Zusammenhang zwischen Hirn und Darm

Die Nahrungsqualität und die Art der Nahrung hat einen Einfluss auf den gesamten Organismus. Beispielsweise kann ein vermehrter Fleisch- und Fettkonsum zu einem kürzeren Darm führen. Hierzu gibt es sogar eine Theorie, welche die Darmlänge in Korrelation zur Hirngröße eines Lebewesen setzt. Die Theorie beschreibt folgendes:


Ein langer Darm bedeutet ein kleineres Gehirn, wie wir es von den Affen kennen. Je kürzer der Darm, desto größer das Gehirn. Es wird argumentiert, dass der Darm ein sehr komplexes Organ darstellt, das mit Energie/Nährstoffen versorgt werden muss. Die Evolution hat sich demnach für einen kürzeren Darm und weniger Darmaktivität entschieden. Zum einen hat man so Energie für die Versorgung des Darmgewebes eingespart. Zum anderen hat sich die Nahrungsquelle verändert. Man könnte von einer Abnahme des Darmhirns sprechen und von einer Zunahme bzw. zunehmenden Aufbau eines komplexes Gehirns im Kopf! Weitere Fakten und Zusammenhänge folgen zum Thema Evolution.


Was bedeutet jenes nun? Und was hat das mit deiner Ernährung zu tun?

Kurz und knapp: Wir drehen heute obiges um. Wir stören das Darmhirn und wundern uns darüber Probleme im Gehirn zu entwickeln. Der Punkt ist, ein Gehirn kann sich nur über den Darm entwickeln. Ein Schaden im Gehirn hat deshalb häufig den Darm als Ursache.


Das Gehirn eines Erwachsenen Menschen benötigt 20% unserer aufgenommenen Energie. Es liegt also nahe, dass sich durch die Darmveränderung Zwischen Affe und Mensch die Bakterienvielfalt im Darm verändert hat.

Darmbakterien sind in der Lage Fette aufzubauen. Der Affe macht es vor. In Kooperation mit der Leber konnte nach und nach langkettiges Fett für das Nervensystem und dem Gehirn aufgebaut werden. Hirnforscher wie Prof. Stephen Cunnane sind der Meinung, dass es uns Menschen durch die Möglichkeit der Ketose/Fette gelungen sei, ein derart komplexes Gehirn aufzubauen.

Kein anderes Tier ist in der Lage eine vergleichsmäßige Ketose-Leistung wie der Mensch zu erzeugen.

Die Ketose ist ein andere Begriff für Fettverwertung oder Fettverbrennung. Ein Zustand in dem der Körper in der Lage ist überwiegend Energie aus Ketonkörper zu gewinnen.

Genau da wollen wir hin wenn es uns schlecht geht.

Genau da führt uns auch der Körper hin wenn wir krank sind und ohne Appetit im Bett liegen. Genau deshalb lässt du dein Frühstück aus. Deinem Körper fehlt es an Energie und deshalb hilft dir auch Fasten/Intervallfasten...(Video zu Energieräuber-typische Anzeichen hier).

Doch ist es gleichzeitig ein Zeichen für eine künstliche Pause. Ein Versuch die Uhr anzuhalten. Deshalb frage ich wie viel Uhr ist bei dir?


Ein kurzer Erinnerung an die Baby’s (Blog)

Ein Menschenkind kommt mit Babyspeck zur Welt. In anderen Worten wir kommen übergewichtig zur Welt. Dieses Fett wird genutzt um den Körper und das Gehirn mit Ketonkörper zu versorgen, dieses aufzubauen und es fertig zu entwickeln!

Der Babyspeck ist reich an gesättigtem und ungesättigtem Fett. Wir bauen dieses Fett sehr schnell in unser Gehirn ein. Etwa 10 mg pro Tag, während ca. 1 Gramm DHA im Unterhautfettgewebe gespeichert werden kann.

Damit verwertet der Säugling doppelt so viel Ketonkörper wie ein Erwachsener pro gemessener Zeiteinheit. Wir Menschen haben es im Rahmen der Evolution geschafft unser Gehirn weiterzuentwickeln.

Primaten kommen mit einem kleineren, dafür fertig entwickelten Gehirn zur Welt!

Der Unterschied liegt in der Größe des Gehirns. Ein Aufbau des Gehirns der Größe eines Säuglings im Mutterleib würde aufgrund der unveränderten Beckengröße des Menschen nicht funktionieren.

Geburtskanal und Becken sind zwei entscheidende Veränderungen. Ausschlaggebend für eine Geburt ist das Körpergewicht des Fötus, die Kopfgröße und eben das Becken/Geburtskanal der Frau. Wir Menschen sind 15% größer und unser Gehirn wiegt etwa 40% mehr als das von anderen Primatenarten. Das macht die Geburt zu einem schwierigen Prozess. Um aufrecht Gehen zu können musste sich das Becken zu einer Art Schüssel verändern. Dabei wurde die Ilia kürzer, das Sakra stärker und auch die Beckenmuskulatur musste nun den aufrechten Körper halten. Das komische ist nun, dass sich dadurch der Geburtskanal verengte. Denn zwischen Sakrum und Symphe ist nun weniger Platz. (Bild unten zeigt Verhältnis Kopfgröße, Geburtskanal)

Auch dieses Problem konnte die Natur lösen, in dem sich der Fötus rotierend durch diese Engstelle bewegt. Dennoch wurden die Geburten schwieriger und langwieriger. Warum die Natur diese Engstelle nicht beseitigt ist nicht ganz klar. Fakt ist, hier geht der Mensch ein hohes Risiko ein. Wenn der Kopf zu groß und der Geburtskanal zu eng, war eine Geburt nicht möglich. Ein Problem (Tod Mutter und oder Kind) kann immer dann entstehen wenn ein Missverhältnis zwischen Becken und Kopfgröße besteht. Die Hirnentwicklung, unser zentrales USP, stellt ein derartiges Risiko dar. Man muss sich hier wieder fragen, wieso geht die Natur dieses Risiko ein? Alles nur für das Gehirn? Was bedeutet das ganze für die menschliche Entwicklung?

Heute greifen wir durch den Kaiserschnitt in die menschliche Evolution ein.



Je komplexer die Neuronen Verschaltungen und größer das Gehirn, desto komplexer wurde auch die Ernährung. Das heißt, wir sehen eine Verbindung zwischen Nahrungsmitteln und der Komplexität. Das ist ein wichtiger Punkt für alle Veganer, Vegetarier und "wannabe Mönche" :) (sry, aber wir leben nun mal in Deutschland und wie wir sehen, sehen wir nichts pflanzliches wachsen. So how to survive?)


Wissenschaftler sehen die Körpergröße und die Darmfläche als die wichtigsten Treiber für die Hirnentwicklung. Je größer, desto mehr Nährstoffe konnten aus der Umwelt aufgenommen bzw. damit interagiert werden.

Deswegen sehe ich auch die Steinzeiternährung und dessen wahre Perspektive, welche ich im Infovideo Steinzeiternährung erkläre, als einen Lernprojekt für uns Menschen. Wir Menschen sind gerade dabei zu lernen, welche Nährstoffe unser hochentwickeltes Gehirn und den Darm schädigen und welche nicht. Das Gehirn ist auf einen funktionierenden Darm angewiesen. Es konnte sich nur so entwickeln. Je größer der Organismus, desto mehr Kontrolle und Verschaltungen sind nötig. Denn es hat sich etwas verändert, darauf komm ich gleich zurück.

In anderen Worten sind wir an einem Punkt der Evolution angelangt, bei der all die modernen Energieräuber unserem Gesamtsystem Mensch derart Energie rauben, dass unser Hochleistungsprozessor im Kopf beginnt die Lüftermotoren anzuschalten. Wir überhitzen, sind also entzündet.



Wo landet die Nahrung? Im Darm

Die Darmschleimhaut bildet eine Schutzschicht. Ich habe im letzten Blog über Alzheimer darüber geschrieben. Diese Schleimhaut wird durch Endotoxinen geschädigt. Man spricht von Lipopolysacchariden (LPS). Diese führen im Blut zu Entzündungen. Während der COVID Pandemie hat man häufiger das Wort "cytokine storm" gelesen oder gehört. Hier passiert genau dieser inflammatorischer Prozess. Es werden Pathogene über spezielle Rezeptoren des Immunsystems (TLR4) gebunden. Bakterielle Bestandteile im Blut können so zu einer Entzündungsreaktion führen. Immunzellen schütten auf eine LPS-TLR4 Bindung Entzündungsfaktoren aus, also Zytokine, worauf eine Immunreaktion ausgelöst wird. Passiert das nun schlagartig im Körper entsteht eine enorme Entzündungsreaktion, die einer Welle gleicht. Ein Ansturm von Zytokinen, die unser System überlastet.

In der Schleimhaut sind "tight junctions" enthalten. Diese hält den Darm dicht und erlaubt es nur bestimmten Bestandteilen aus der Nahrung durchzutreten. Diese Flüssigkeitsbarriere ist häufig gestört oder eben durchlässig. Entzündungsfaktoren wie TNF-alpha aktivieren den NFkß Signalweg und dadurch gehen Proteinstrukturen der tight junctions zu Grunde. Nun gelangen Bestandteile aus dem Darm, darunter LPS, durch den Darm. Die Folge ist, dass noch weiter Entzündungsreaktionen in Gang gesetzt werden. ZO-1 und Occludins der tight juntions werden gestärt und der Darm leaky. Nun sind wir bei den Herzinfarkten und anderen Todesfällen, die wir während COVID kennenlernen durften.


Von nun an wird es anwendungsorientierter :)

Ich möchte ein wenig mehr über die LPS berichten.

LPS ist ein Hauptbestandteil der äußeren Zellwand von Gram-negativen Bakterien. Es spielt eine essentielle Rolle bei der bakteriellen Erkennung und ist hauptverantwortlich für die Aktivierung der angeborenen Immunität durch Gram-negative Bakterien.

LPS entsteht unter anderem durch die Wahl der Lebensmittel die wir zu uns nehmen. Zu viel mehrfachungesättigte Pflanzenfett (auch Omega 6), zu viel gesättigtes Fett, Zucker (Fruchtzucker!!!):::

Viele Studien schreiben von einer High Fat Ernährung und den negativen Folgen. Ich möchte klar machen, dass es hier nicht um eine High Fat Ernährung im Sinne einer ketogenen Ernährung geht.

Die Frage ist welche Fette wir essen. Deshalb ist es wichtig, dass wir während einer ketogenen Ernährung oder eben einer kohlenhydratreduzierten Ernährung dennoch Ballaststoffe zu uns nehmen und die richtigen Fette. Das möchte ich im kommenden Kurs (Keto in 10 Tagen) näher erklären. Antioxidanten in Form von Öl wie Olivenöl, Rotwein oder eben einfach Omega 3 Fette helfen hier.

Kohlenhydrate stimulieren den Darm, weshalb viele den Zucker, das Gemüse und leider auch Dinge wie Kartoffeln etc. (Thema Antinährstoffe!) täglich essen. Der Punkt ist viele brauchen Stimulus für den Stuhlgang/Darmperistaltik. Doch es gibt in meinen Augen einen klaren Unterschied zwischen Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Das wird in Studien häufig nicht berücksichtigt. Fette und Proteine wirken auch auf den Darm.

Während einer fettreichen Ernährung werden einige Bakterien (die auf Kohlenhydrate warten) absterben, andere überleben, wachsen und sich ausbreiten. Das Mikrobiom wir kleiner aber gesünder.

Der Punkt ist der, dass jede Nahrung irgendwo unseren Körper stimuliert. Dabei werden Entzündungsfaktoren ausgeschüttet. Das ist normal und auch Ok. Abhängig von unsere gesundheitlichen Verfassung = Entzündung, Darm-Mikrobiom, Schleimhaut etc., als auch der Ernährung werden mehr oder weniger dieser Entzündungsfaktoren ausgeschüttet.

Fette fördern in gewisser Weise die Aufnahme von LPS über den Darm. Das gilt für jeden der eine obige Störung hat und plötzlich eine Ernährung mit extrem viel gesättigten Fetten zu sich nimmt. Das gilt für die meisten Studienteilnehmer. Denn wer isst schon richtig Keto?


Was geschieht? Darmbakterien sterben ab! Wir müssen berücksichtigen, egal welche Ernährungsumstellung, bedeutet Veränderung des Mikrobioms. Manche werden nun weniger oder gar nicht mehr genährt und sterben ab.

Für mich war das lange Zeit ein Thema. Ich hab jede Ernährungsform versucht und musste dabei feststellen, dass mein Körper die Ernährung suchte und wollte, die er von klein auf kannte. Sprich was er gewohnt ist/war. Die Ernährung aus deinem Elternhaus. Das soll nicht heißen, dass dies die richtige Ernährung ist oder war. Viel mehr soll es zeigen, wie dich das Mikrobiom im Darm beeinflusst.


Wir sind also beim alten Thema Schleimhaut aufbauen. Passendes Mikrobiom kreieren, wodurch Buttersäure und Alkalin Phosphatase aufgebaut wird. Dadurch wird der Chylomikron Transport kontrolliert und die bakterielle Endotoxin Produktion reduziert.


Zu all dem möchte ich betonen, dass der Sinn hinter einer defekten Darmschleimhaut, aus evolutionärer Betrachtung der ist, dass mehr Energie/Bausteine der Umwelt aufgenommen werden. Mehr Bausteine bedeutet bessere Anpassung an die Umwelt, die sich scheinbar verändert. Genau hier kommen wir zu einem Paradoxon. Der Körper wird krank und versucht sich zu helfen. Er versucht Bausteine aus der Umwelt aufzunehmen. Dabei erhofft er sich eine Lösung zu entwickeln. So macht es die Natur. Aber was, wenn die Natur nicht mehr Natur ist? Was wenn über diesen Überlebensmechanismus nun Bestandteile aufgenommen werden, die uns noch mehr schädigen?

Das ist meiner Meinung nach ein derzeitiger Schritt der Evolution oder Anpassung.


Am Ende entscheidet das Darm-Mikrobiom, welche Substrate in unserem Darm entstehen und dann unsere Schleimhaut stören. Produkte der Bakterien interagieren mit der Schleimhaut. Zu dem ist bekannt, dass Darmbakterien mit dem zentralen Nervensystem kommunizieren.

LPS sorgen quasi dafür das ein Signal aus dem Darm kommt. Eine tonische Stimulation des Immunsystems und ein Feedback ins Gehirn. Gesundes Milieu gesunde Signale. Das ändert sich durch eine bakterieller Dysbiose=ungesundes Milieu. Das sollte an den Blog Yin Yang erinnern.

Nicht nur der Darm entzündet sich, sondern auch das Gehirn. LPS ist normal und gehört zur Flora, erst bei Dysbalancen und abnehmender Darmschleimhaut gelangen diese in die Blutlaufbahn und führen zu Entzündungen. Bei chronischen Darmbeschwerden, Darmentzündungen, Autoimmunerkrankungen etc. haben wir genau dieses Szenario. Passend zum letzten Youtube Video über Energiemangel/Stresslevel, gilt das ebenso für all' diese Symptome. Chronische Müdigkeit (Fatigue Syndrom) vor allem nach dem Mittagessen, weisen auf eine Darmentzündung hin. LPS wird häufig in Fettzellen gespeichert. Hier kommen wir zum Thema viszerales Fettgewebe. Denn wir wissen, dass hier Entzündungsfaktoren freigesetzt und gespeichert werden. Außerdem das Il6 (Entzündungsfaktor) bereits im Darm ausgeschüttet wird. Ein chronisch hoher Spiegel an Entzündung führt zu einer Störung des Immunsystems. Durch diese Störung wird die Neurosignalisierung, also Leptin gestört. Deshalb sehen wir häufig Übergewicht. Doch auch das Gegenteil ist möglich, Untergewicht oder sehr dünne Menschen. Hier liegt häufig eine unterschwellige Entzündung vor.



Selbsttest

Testen kannst du das ganze über eine Stuhlanalyse. Da Verbindungen zwischen COVID und LPS bestehen, könntest du dich auch anhand deiner vergangenen Infektionen analysieren. Die Fragen wäre also, wie ging es dir während deiner Corona Infektion? Wie war der Verlauf? Wie sind die Folgen? Akute Entzündungen und schwere Verläufe könnten auf ein LPS Problem in dir hinweisen. Ein schwacher Darm bzw. ein gestörter Darm (metabolisches Syndrom) korreliert deshalb auch mit erhöhter Infektionsrate an COVID19.



Was lernst du aus diesen Informationen?

Wenn du unter neurologischen Beschwerden jegliche Art leidest ist es mehr als ein Versuch wert deine Ernährung umzustellen. Denn hier arbeiten wir am Darm und dessen Bewohner. Egal ob Migräne, Konzentrationsschwierigkeiten, Depression, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und vieles mehr dein Hirn schreit hier nach Energie. Wo er diese her bekommt sollte dir jetzt klar sein.


Was dein Hirn braucht sind Fette. Try it und lerne daraus.


Hier ein paar Fakten zur Ketose in Bezug auf dein Gehirn:

  • 35-100% mehr Neuronen Aktivität im Vergleich zum Glukosestoffwechsel: Deshalb lassen viele Unternehmer das Frühstück aus und essen nur wenig zum Mittag, sie wollen leistungsfähig bleiben.

  • Unterstützt den Aufbau des Nervensystem, Myelinscheiden und Hirnentwicklung vor allem für Neugeborenen und Teenager wichtig. Alleine aus dieser Tatsache sollte klar sein, was bei einem neurologischen Problem helfen kann.

  • Fördert die Bildung von BDNF (Brain-derived neurotrophic factor). BDNF ist wichtig für das Nervenwachstum und auch für das Gedächtnis. Für lange Zeit dachte man, Neuronen sind fix in ihrer Anzahl und können nicht nachwachsen, wenn einmal abgestorben. Es ist längst bekannt, dass sich Neuronen regenerieren und damit nachwachsen können. Das ist eine erfreuliche Botschaft für viele neurologische Erkrankungen und Leiden. (Lee, et al., Eriksson, et al.)

  • Und zur Wiederholung: Wichtig für den Aufbau eines leistungsfähigen Gehirns in Bezug auf die Evolutionstheorie vom Affen zum Menschen.


Ganz unabhängig davon, ob nun Evolution, Gott oder sonstiges, ich möchte dass du weißt, Veränderung/Heilung ist möglich. Akzeptiere eine Diagnose, eine Erkrankung und ein Problem, aber hör nicht auf deine Lebensqualität zu verbessern. Manche Dinge sind unheilbar ja, doch vieles können wir durch solche kleine Veränderungen verbessern.


Was kannst du tun?

  • Nutze den Darmplan und die Steinzeiternährung. Ein schwacher Darm wirkt sich irgendwann negativ auf das Gehirn aus. (Darmplan folgt in Kürze)

  • Baue Fette in deinen Speiseplan ein, die dir bei der Regeneration deiner Mitochondrien helfen (Anwendung folgt im Ketokurs mit Ernährungsplan und Rezepten)

    • Studien an Epileptischen Kindern zeigen große Erfolge mit 1g Protein/Kg Körpergewicht, 15 Gramm Kohlenhydrate pro Tag und der Rest wird von Fetten gefüllt.

  • MCT Fette richtig nutzen



MCT (Middle Chain Fatty Acid = mittelkettige Fettsäuren) und SCFA (Short Chain Fatty Acid = kurzkettige Fettsäuren)

Beide sind ein sehr spannendes Thema mit einer Menge positiver gesundheitlicher Auswirkungen. Deshalb möchte ich es dir nicht vorenthalten. Es dennoch zu einer späteren Zeit intensiver behandeln.


Kurz und knapp: Je ausgeprägter das gesundheitliche Problem, desto mehr Lebensmittel mit kurzkettigen und mittelkettigen Fetten sollte gegessen werden. Warum habe ich oben beschrieben (Darm, Mikrobiom etc.)


Wir wissen heute, dass die mittelkettigen (MCT) Fettsäuren die Ketose fördern. Deshalb wird die Zusammensetzung der Muttermilch darunter reichlich MCT als fördernd für die Ketose des Säuglings vermutet.

MCT Öl kann richtig angewandt jegliche, darunter auch die neuronalen Mitochondrien, also die in deinem Nervensystem stärken und so ist Heilung der Psyche/Gehirn möglich.

Wenn du den Abschnitt oben verstanden hast, dann bedeutet jenes, dass dieses Fett und die Ketose sehr wichtig ist wenn du ein gesundes Gehirn haben möchtest oder du unter jeglichen gesundheitlich-neurologischen Problemen leidest.



Depression und andere neurologischen Beschwerden

Den Darm und das Immunsystem habe ich in diesen Blogs beschrieben. Ist die Darmschleimhaut gestört, ist auch unser Immunsystem durch die vielen Entzündungsfaktoren und Eindringlinge überfordert. Danach das Blut, die Leber, Muskulatur etc.

Die Eindringlinge stören auch unser Gehirn. Deshalb wird von einer Darm-Hirn-Achse gesprochen. Diese werden wir noch genauer studieren. Unsere Ernährung beeinflusst das Mikrobiom und dieses unsere Psyche. Eine ketogene Ernährung hilft hier nachweislich. Im Gehirn verändert sich der Glutamat Stoffwechsel, welchen wir uns im nächsten Blog anschauen. Aus diesem Grund wird Depression heute als eine mögliche Ursache einer gestörten Darmschleimhaut diskutiert.

Sobald sich der Darm in irgend einer Form, sei es durch Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Reizdarm o.ä. bemerkbar macht, stimmt auch hier etwas nicht.

All die Pflanzenschutzstoffe, die ich in anderen Beiträgen und auf Youtube erwähnt hatte, gelangen je nach Darmstärke, Entzündungslevel ins Blut und richten hier Schäden an.


Ich möchte noch mal an die LPS von oben erinnern. Nicht ohne Grund findet die ketogene Ernährung bzw. eine Abwesenheit von Kohlenhydraten bei Depressionen Anwendung.

LPS führt zu Entzündungen der Mikroglia Zellen...

Das ist auch der Grund warum Antibiotika im Darm das Immunsystem drosselt. Antibiotika sorgt dafür, dass Darmbakterien absterben. Somit werden weniger Endotoxine frei und das Immunsystem entlastet. Nun wird das Immunsystem gedrosselt und damit auch der Schutz. Es dringen vermehrt Substanzen über die Darmschleimhaut.


Woran merkst du das?

Wenn du an Konzentrationsschwächen nach einer Mahlzeit leidest, oder Verdauungs-, Darmbeschwerden, dann sind das erste Anzeichen. Das typische Mittagstief nach dem Essen ist nur begrenzt normal. Totale Müdigkeit und Schlafbedürfnis ist nicht normal. Diese Pflanzenstoffe werden teilweise nicht einmal durch Kochen abgetötet. Deshalb werden bestimmte Nahrungsmittel eingelegt, fermentiert etc. Infovideo für Mitglieder zum Thema Antinährstoffe

Deshalb verzichten wir im Darmplan und der Keto+ Rhythmusernährung auf bestimmte Lebensmittel. Denn Sie schaden der Darmschleimhaut. Das Maß und Ziel entscheidet. Eine konstante Last solcher Pflanzenstoffe, stört den Körper und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Bedenke dein Energiezustand entscheidet.



Psychosomatik

Darmbeschwerden sind bis heute nicht richtig anerkannt und akzeptiert. Sie werden häufig als Psychosomatisch abgeschoben. Der Mensch leidet dann unter neurotischen Gedanken und hat deshalb Probleme mit dem enteralen Nervensystem (Bauchhirn).

Das Gehirn nimmt durchaus Einfluss auf den Darm und das enterale Nervensystem, der Darm ist dennoch ein eigenes Körpersystem, dass auch erkranken und in seiner Funktion eingeschränkt werden kann, ohne den Einfluss des Gehirns.

Ich finde es mehr als lustig, dass wir bei neurologischen bzw. HIRN Beschwerden dass DarmHIRN völlig vergessen und außer acht lassen.


Auch Panikzustände werden als Psychosomatik abgestempelt. Panikzustände und sich ständig Sorgen machen ist ein psychisches Problem und wird durch Kohlenhydrate, dem zu hohen Blutzuckerspiegel verstärkt. Dagegen wirken Proteine und vor allem die Aminosäure Tryptophan. Auch Fette und nicht nur Omega 3 Fischöl, sondern auch Cholesterin schützt vor psychischen Störungen. Der Grund ist, alles was Entzündungen reduziert bessert die neurologischen Probleme. Omega 6 hilft deshalb nicht. Alles was dem Mikrobiom gut tut reduziert die Beschwerden ebenfalls.


Das Thema Entzündungen schauen wir uns im nächsten Teil genauer an.

In diesem Blog stecken viele Infos für den Alltag. Bei Fragen wie immer Kommentare.


Ich bin gerade dabei etwas in Sachen Nahrungsergänzung zu organisieren. Ich möchte dir als Leser günstige Supplements mit guter Qualität zur Verfügung stellen. In Kürze wird es hier Neuigkeiten geben. Damit du nichts verpasst trag' dich gerne hier ein. (wenn nicht bereits angemeldet).



Bis dahin

Liebe Grüße

Phil




Quellen:
Courchesne-Loyer, A. et al.: Stimulation of mild, sustained ketonemia by medium-chain triacylglycerols in health humans: Estimated potential contribution tob rain enery metabolism)

Lee, et al., “Decreased Levels of BDNF Protein in Alzheimer Temporal Cortex Are Independent of BDNF Polymorphisms,” Experimental Neurology 194, no. 1 (July 2005Charles C. Gross, “Neurogenesis in the Adult Brain: Death of a Dogma,” Nature Reviews Neuroscience 1, no. 1 (October 2000 P. S. Eriksson, et al., “Neurogenesis in the Adult Human Hippocampus,” Nature Medicine 4, no. 11 (November 1998):

Cunnane, SC.: Survival of the Fattest. The Key to Human Brain Evolution)

Sandor, PS. Et al.: (2005): Efiicacy of coenzyme Q10 in migraine prophylaxis a randomized controlled trial) , (Pietrobon, D., Striessnig, J.: Neurobiology of migraine: evidence for peripheral sensitisation) , (Sparaco, M. et al.: Mitochondrial dysfunction and migraine: evidence and hypotheses)





https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8431640/






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