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Fasten 4: Autophagie ist Chronobiologie der Natur: Der Elefant im Raum


Heute geht es zum einen um den Darm und zum anderen um das Thema Fasten im Rhythmus.


Wann solltest du Fasten?

Warum Fasten wir in der Natur wirklich?

Was gibt es in Bezug auf Fette und Proteine zu beachten?

Solltest du im Sommer fasten?

Kann Fasten deiner Gesundheit schädigen?

Was hat Fasten mit Autophagie zu tun?



Fasten: Was in der Leber passiert

Wir starten mit dem Thema Darm und dem Bezug auf FGF21, ein Fibroblast Wachstumsfaktor. Dieser Faktor ist ein Hormon und wird hauptsächlich in der Leber ausgeschüttet. Es steuert den Fettstoffwechsel. Es ist ein Signalmoleküle der Ketose in der Leber über den PGC-1 alpha Signalweg. Natürlich schütten wir dieses FGF21 während dem Fasten auch aus. Hier kann die Blutkonzentration auf das 4fache ansteigen. Zu dem wirkt FGF21 auf den Insulinspiegel, in dem es die Sensitivität der Rezeptoren = Insulinantwort optimiert, ein und deshalb auch auf das Körpergewicht. Das tolle wir sind über FGF21 direkt in der Leber, dem Labor für Ketonkörper. Ist ein Fastenzustand=ketogener Zustand erreicht bildet die Leber Ketonkörper. Natürlich hilft Fasten deshalb auch gegen eine Fettleber, da es auf die Fettmobilisation und Oxidation, sprich den Abbau wirkt. Je höher der BMI, sprich Übergewicht, desto höher die FGF21 Werte. Nun folgt eine Glukoseintoleranz, beschrieben im Zuckertest und eine Fettansammlung in der Leber. Logisch, denn beschriebenes funktioniert nicht. Ich möchte damit klar machen, dass wir zur richtigen Zeit die richtigen Signale aktivieren müssen. Immer wenn dem nicht der Fall ist entsteht ein Problem. Ein Übergewichtiger aktiviert ständig dieselben Signale und wandelt damit nicht mit dem Rhythmus der Natur. Sei gespannt auf das Fazit am Ende.


Somit haben wir über FGF21=Fasten eine Kontrolle auf den Triglyzeridspiegel=Fette, den Blutzuckerspiegel, der Fettleber, der Adiponektin Sekretion und damit auf den ganzen Hormonhaushalt. Fasten wirkt wie ein Resettknopf in dir!


Kurz und knapp: Unser Körper reguliert FGF21 by itself. Hunger, Fasten, eiweißarme Ernährungsformen, als auch die ketogene Ernährung wirken hier. Der Faktor hilft uns in einem Fastenzustand zu bleiben und mildert das Verlangen nach Süßem. Ohne FGF21 keine Ketogenese und wirkt deshalb als endokriner Faktor. FGF21 ist eine Art Signalmolekül für den Körper wie viel Proteine vorhanden sind. Sobald wir in einen Mangel geraten steigt dieser Faktor. In der Blogreihe Leptin geht es um dasselbe für Fett. Hier geht es um Proteine. FGF21 achtet auf den Proteinspiegel/-haushalt, auch ohne Kaloriendefizit! Das ist in meinen Augen eine wichtige Information. Fleischliebhaber/Paleofreaks/Steinzeiternährungsfreaks vergessen häufig solche Infos. Ich habe das klar in diesem Plan erklärt wie eine entsprechende Ernährungsweise auszusehen hat. Hier nun ein paar mehr Fakten warum.



Autophagie durch richtige Signale

FGF21 werden wir uns noch ansehen wenn es um das Thema Kälte und Fettabbau gehen wird. Nun möchte ich den Fokus auf die Autophagie legen. FGF21 blockiert mTORC1 und steuert damit die Autophagie. Das Thema Autophagie habe ich hier beschrieben.

Wenn wir über das Thema mTOR sprechen, empfehle ich dir vorerst diesen Blog hier.

MTORC1 kontrolliert Wachstumsprozesse und ist der Energiewirtschafter der Zelle. Dieses Gen bestimmt ob eine Autophagie, sprich Entgiftung, Abbau und Reparatur von alten unbrauchbaren Zellbestandteilen stattfinden muss oder nicht. Ist es aktiv dann findet Aufbau statt (denke Insulin und Zucker) und kein Abbau, keine Autophagie (denke Fasten/Hunger/Nahrungsmangel).

Wir haben also Signalmoleküle in unserer Zelle die über den zellulären Nährstoffhaushalt berichten. Erst wenn ein Mangelzustand erkannt wird, wird mTOR inaktiviert und lässt somit abbauende Prozesse zu. Diese Info ist ebenfalls wichtig wenn wir das Thema Krebs und Tumore verstehen wollen (weitere passende Blogs)

Es geht hier nicht um Fettabbau, sondern um tieferliegendes. Auf Zellebene wird nun die Autophagie aktiv, sprich Zellreinigung. Das ist es letztendlich was dir gut tut wenn du fastest und dafür braucht es keine Wundermittel :) Du musst nur verstehen wie dein Körper in solch einen Zustand kommt und darüber geht es hier.


Ich möchte hier an diesen Blog erinnern. Hier ein Auszug:

Entwicklungsgeschichtlich haben sich die ersten Zellen durch passiven Transport bzw. Diffusion ernährt. Nahrung wurde nicht aktiv, sondern passiv über die Membran aufgenommen. Ferner sind diese Zellen auf den Abbau körpereigener Zellbestandteile, aus energetischen Gründen, angewiesen. Dieser Prozess nennt sich Autophagie oder Autophagozytose und bedeutet so viel wie Selbstverdauung/Selbstreinigung/Selbstreinigung. Dieser Mechanismus ist bis heute in uns verwurzelt und kann nur unter bestimmen Umständen ablaufen. Hier werden mithilfe von Organellen, den Lysosomen, Zellbestandteile zu den Bausteinen Fettsäuren, Aminosäuren und Glukose abgebaut, um daraus Energie zu gewinnen, Zellmaterial zu reparieren oder gar Viren und Bakterien abzubauen."


FGF21 dient hier lediglich als Beispiel um dir daran am Ende im Fazit eine wichtige Message darstellen zu können.



Fasten gegen Entzündungen

Neben diesem Signalmoleküle gibt es noch andere. NLRP ist an Entzündungsreaktionen beteiligt. Unser Immunsystem nutzt NLRP3 (Makrophagen) um Pathogene zu erkennen. Wir kennen diese Reaktion bspw. aus akuten Gichtanfällen und Multipler Sklerose.

Vandanmagsar et al. zeigten dass NLRP3 und IL-1ß bei übergewichtigen Mäusen mit einer Insulinresistenz in Verbindung stehen. Das heißt ein Mangel an NLRP3 führt zu einer verbesserten Insulinsensibilität (verbessert den Zuckerstoffwechsel bzw. wie unsere Rezeptoren auf das Hormon Insulin reagieren. Mehr Infos im Zuckertest).


Kurz und knapp: Fasten unterdrückt diesen Signalweg und sorgt dafür dass unsere Zellen mit Zucker klar kommen. NLRP3 wird über den Blutzuckerspiegel reguliert. Das konnte über den SGLT2 Blocker (Glukoseblocker) experimentell bestätigt werden. Ferne nehmen so die Insulinwerte sogar bei Typ 2 Diabetes Patienten ab und die Entzündungsreaktion in Makrophagen (Fresszellen des Immunsystems).

Gerade beim Altersdiabetes und Typ 3 Diabetes (siehe Blogs Alzheimer) spielen Entzündungen eine große Rolle. Die Insulinresistent kommt über den NLRP-IL-1ß-Inflammasom-Signalweg zustande.

Diese Info sollte eigentlich selbsterklärend sein. Beim Fasten geht es darum von Fettreserven zu zehren und nicht darum schnellen Zucker zu essen. Dadurch reduzieren wir unsere Blutzuckerspiegel. Ein hoher Blutzuckerspiegel korreliert deshalb mit Entzündungen!!!

Erkennst du jetzt das Problem wenn wir 24/7 365 Tage im Jahr gleich essen? Zu dem zu falschen Uhrzeiten? Uns einfach von den Regeln der Natur abwenden?



Darmbakterien geben acht

Passend zum Darmplan möchte ich ein paar Infos zum Thema Fasten darstellen. Die Effekte des Fastens auf den Körper sind bekannt. Die Effekte auf den Darm und das Mikrobiom weniger. Leiden wir unter einem Nahrungsmangel also Hunger, dann hungern auch unsere Darmbakterien. Wir mehren so Bakterien die auch unter Nahrungsmangel besser klar kommen. So mehrt Fasten die Stämme Firmikutes und Lachnospiraceae und reduziert Bakteroides. (Außerdem Bacteroidaceae)

Wer im Darmplan aufgepasst hat kann hier gut Fakten verbinden. Firmikutes sind Bakterien die in der Lage sind Buttersäure aufzubauen.

Kurz und knapp: Während eines Fastenzustands steigt die Menge an Buttersäure im Darm, durch eine Veränderung des Mikrobioms. Wir bauen vermehrt Ketonkörper auf, produzieren Glutathion und stärken den antioxidativen Signalweg. Deshalb funktioniert auch der Darmplan. Denn die Basalmembran unserer Schleimhaut (Lamina propria) wird weniger gestresst. Weniger Il-17 produzierende T-Zellen und mehr T-reg Zellen sind die Folge. Dies ist eine wichtige Verbindung warum ich den Darmplan auch bei Immunerkrankungen, Allergien etc. empfehle. Der Darm ist hier eine wichtige Kontaktstelle und weitere werden wir uns noch ansehen.


Wir befinden uns gerade im Sommer 2023. Die Verbindung zum Darm ist folgende. Unsere Darmbakterien bemerken was los ist und reagieren darauf. Die Darmbakterien sprechen mit unserem Gehirn, in dem sie Signalmoleküle aussenden. Wichtig zu verstehen ist was wir essen. Es reicht nicht nur proteinarm zu essen, sondern auch die Ballaststoffanteile müssen passen. Unser Mikrobiom reagiert auf diesen Zustand und beginnt über bestimmte Bakterienstämme FGF21 zu reduzieren. Sobald also Ballaststoffe (Zellulose) gegessen werde, wirkt dieser Hebel für uns nicht mehr, durch den Einfluss der Darmbakterien. Dass sind in meinen Augen sehr wichtige Erkenntnisse und erläutere ich dir im Fazit genauer.


Durch eine proteinreduzierte Ernährung wird FGF21 induziert und die Autophagie möglich. FGF21 dockt an den ß-Klotho Rezeptor im Gehirn, reduziert hier Insulin und blockiert den Wachstum. Zu dem wirkt es auf unsere Tag-Nacht-Rhythmus in dem es am Hypothalamus für eine Stressreaktion im Körper auslöst. Bedeutet, auf Fasten folgt ein Signalarm über die Leber zum Gehirn. Das sind wichtige Infos. Diese Infos gibt es in der Natur seit Millionen von Jahren zu bestimmten Umständen. Dieser Zustand ist also eine klare Information, die in uns verankert ist.


Lustig oder? Ernährung ist etwas scheinbar banales. Doch wenn wir der Sache wirklich auf den Grund gehen wird es komplex. Es muss nicht komplex sein. Die Natur hat einfache Regeln. Das Problem ist, wir wurden gut darin diese zu brechen...


Ich möchte dieses Thema nicht unnötig kompliziert machen. Da ich mich mit diesem Thema schon längers auseinandersetze bekomme ich dementsprechend Werbung auf den Sozialen Medien. Zuletzt ging es um das Thema Fettleber. Hier wollte jemand ein Programm gegen eine Fettleber verkaufen. Alleine mit diesem Beitrag sollte dir klar sein, wie viel hinter so einem Programm steckt! Marketing!

Wenn du mir folgst, möchte ich dass du solche Fallen nicht durchschaust und weißt um was es geht. Deshalb diese Feinheiten.


Wenn dir das Thema und diese Informationen gefallen trag dich unten ein. Mir geht es um Kommunikation und einer Community, nicht um Mailadressen.



Fazit und Anwendung für dich

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